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Meyer’s Universum, oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde. Elfter Band

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Textdaten
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Autor: Joseph Meyer
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Titel: Meyer’s Universum
Eilfter Band
Untertitel: oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde
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Herausgeber: Joseph Meyer
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1844
Verlag: Bibliographisches Institut
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Erscheinungsort: Hildburghausen, Amsterdam, Philadelphia
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Quelle: Commons
Kurzbeschreibung:
Hauptregister Bände 1 bis 10 siehe hier: Haupt-Register zu den ersten zehn Bänden von Meyer’s Universum
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[I]
Meyer’s Universum,
oder
Abbildung und Beschreibung
des
Sehenswerthesten und Merkwürdigsten
der
Natur und Kunst
auf der ganzen Erde.

Eilfter Band.

Hildburghausen, Amsterdam und Philadelphia.
Druck und Verlag vom Bibliographischen Institut.

1844.
[3]
Meinen Freunden!




Zehn Jahre liegen im ewigen Schlafe, seit ich zuerst durch dieses Werk zu Euch gesprochen. Noch zehn Jahre: – und mein Buch ist geschlossen; ich ruhe dann wahrscheinlich mit Tausenden von Euch vom Gange des Lebens aus. Noch hundert Jahre: – und selbst mein Name wird vergessen seyn und nicht mehr genannt werden unter den Menschen, die ich so sehr geliebt. Verhallt ist mein Daseyn, wie ein Laut von gestern, und die Spur meiner Erdenwanderung verwischt, wie der Tritt der flüchtigen Gazelle in der Wüste.

Aber das Kleinod und Erbtheil der Geschlechter bleibt – die ewige Wahrheit und das ewige Recht. Wirken ist Leben. Wer also für das Ewige wirkt, lebt ewig. Seht, Freunde! so kann ich mir, wie jeder andere Mensch, meine Unsterblichkeit selbst machen. – Gönnt mir immerhin den Glauben, daß ich nicht umsonst gelebt, und haltet mich um dieses Glaubens willen nicht für eitel. Die Geschichte wird nie meinen Namen nennen. Nach Ehrenkränzen habe ich nie getrachtet; ich sammelte niemals, was die Welt das Höchste achtet. Ich hätte es wohl gekonnt. Daß ich es nicht gethan, das wird verwandten Geistern, die mich verstehen, kein Räthsel seyn.

Wir leben in einer warmen Zeit voll stiller Gährung und geräuschloser Wandlung. Es ist keine Thatenzeit, die in froher, wilder Begeisterung niederreißt, was Jahrhunderte gebaut, und die Völker läuternd durcheinander rüttelt; auch keine rächende Zeit, welche die Nemesis gegen das Unrecht auf die Erde ruft. Mit der [4] Natur der Gegenwart zu hadern, ist immer Thorheit. Der verständige Mann bestellt den Boden, wie es dieser fordert, und vertraut seinem Schooße den Saamen an, der sich für ihn eignet. So habe ich gethan; so werde ich künftig thun.

Mein Bund mit Euch, Ihr Freunde! soll im neuen Jahrzehnt der alte bleiben. Unter allen Tugenden ist die höchste die Treue. Wir wollen beständig seyn. Ja, wäre auch für Gottesfurcht, Recht und Freiheit auf Erden kein Tempel mehr zu finden, so müssen sie doch in unsern Herzen ihre Altäre haben, und müßte auch mein schwaches Wort für sie verstummen, so sollt Ihr zwischen den Zeilen lesen, und wir werden uns doch verstehen.

Meyer.     



[Ξ]
Inhaltsverzeichniss
des elften Bandes.
48 Ansichten und Beschreibungen, nämlich:
Die Börse in Paris Seite 5
Göksu, oder das Thal der süßen Wasser Seite 10
Die Solfatara bei Neapel Seite 13
Lowther-Castle in Westmoreland Seite 15
Zürich Seite 19
Straße über den Gotthardt u. die Teufelsbrücke Seite 23
La Morgue in Paris Seite 29
Das Reußthal Seite 33
Die Pausilipp-Grotte bei Neapel Seite 35
Bangor in Wales Seite 36
Das Hospiz auf dem großen St. Bernhard Seite 41
Die Mountsbay in Cornwallis Seite 45
Die St. Michaelskirche in Velay Seite 47
Der Triumphbogen de l’Etoile in Paris Seite 48
Der Raggozzi-Brunnen in Kissingen Seite 55
Die Boyneburg in Hessen Seite 58
Pozzuoli Seite 63
Hohentwiel in Oberschwaben Seite 67
Neufchatel Seite 70
Skutari, die asiat. Vorstadt Konstantinopels Seite 71
Das Fort Fenestrelles Seite 75
Der Tuilerien-Palast in Paris Seite 77
Dublin Seite 86
Hannover Seite 89
Das alte Schloß Baden Seite 91
Die Napoleonssäule in Paris Seite 91
Die Burg Hohenzollern Seite 96
Pont-Y-Monach in Wales Seite 101
Schloß Wallsee in Oesterreich Seite 103
Mozart’s Geburtshaus in Salzburg Seite 104
Straßburg Seite 107
Schloß Wackerstein Seite 116
Birmingham Seite 117
Janina in Albanien Seite 124
Sistow und Die Veteranische Höhle in der Türkei Seite 127
Vico in der Bay von Neapel Seite 131
Der Donauwirbel in Oesterreich Seite 132
Die Grenzfeste Roma in Serbien Seite 134
Portsmouth Seite 135
Barcelona Seite 139
Ein Karavanserai in Skutari Seite 144
Die Salzbergwerke von Wielitzka mit den Przykos und den Michalowiec-Sälen Seite 145
Die Börse in London Seite 151
Konstantinopel Seite 154
Die Kirche St. Germain d’Auxerre in Paris Seite 160
Der Rheinwaldgletscher des Hinterrheins Seite 164