RE:Damnameneus 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,2 (1901), Sp. 20582059
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2) Ein Telchin nach Nonnos Dion. XIV 38ff. Dieser nennt D. Bruder des Skelmis (XXXVII 233 = Kelmis, s. o. Nr. 1), eines Poseidonsohnes (XXXVII 165) und Genossen (wohl ebenfalls Bruder) des Lykos, mithin selbst Sohn des Poseidon. Alle drei wurden aus einer (nicht genannten) Heimat durch die Heliossöhne Thrinax, Makareus und Auges nach dem ,Lande des Tlepolemos‘ (Rhodos) ) vertrieben und machten dort die Flur durch stygisches Wasser unfruchtbar. Nach XXIII 155 fuhren sie dem Dionysos beim indischen Feldzuge übers Meer zu Hülfe; vgl. XXXVII 475. Von der Meer-Aphrodite wurde D. zu hitziger Liebesverfolgung der Nymphe Melia erregt, die vor ihm in den Meeresfluten Rettung suchte und fand, aber ertrank, XXXIII 324–330. 342. Jene Urheimat muss Nordarkadien gewesen sein, schon wegen der Einflechtung der Styx, dann weil die Vertreiber Auges und Makareus Eponymen peloponnesischer Landschaften, Elis und Messene oder Südarkadien, sind, Thrinax überhaupt Eponymos von Thrinakia = Peloponnesos (v. Wilamowitz Homer. Unters. 168. 169, 5). Wirklich ist der Begleiter der Drei bei Nonn. XXIII 151ff. der ziegenfüssige ,Parrhasier‘ Pan. Über die Vertreibung der Teichinen durch Phoroneus und die Parrhasier vgl. Lobeck Agl. 1195 b. Tümpel a. O. Offenbar sind D. Nr. 1 und 2 identisch und nach Rohde (Gr. Roman 506f., 2) gleichzusetzen mit = Damon Nr. 1. Da die Teichinen ebenso wie die idaeischen Daktylen durch ihre Zauberkunst der Erzbearbeitung berühmt sind, so passt für beide D. Roberts Etymologie (Preller Griech. Myth. I⁴ 658) = Schmied, von δαμνάω = δαμάζω, scil. σίδηρον, χαλκόν wegen Eur. Alk. 980. Kornut. 19. Vgl. die von Fick Gr. Personenn.² 432 aufgenommene Prellwitzsche (Beiträge 15. 148) Etymologie von [2059] Τελχινία = Καλχινία (Χαλκός, lit. geležis). Litteratur ausserdem: Lobeck Agl. II 1156. Becker De Rhodiorum primordiis, Jena 1882, 103 (der an die rhodische Autochthonie der Telchinen glaubt).