RE:Diabas

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,1 (1903), Sp. 300–301
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Diabas und Adiabas, zwei Flüsse, nach denen, wie Ammian. Marc. XXIII 6, 21 meint, die Landschaft Adiabene benannt wurde. Ammian bemerkt dazu noch, dass er selbst – als Begleiter [301] der Armee Kaiser Iulians auf dessen Perserzuge – die beiden Flüsse auf Schiffbrücken passiert habe. Es können hier, wie sich aus der Schilderung der Marschroute der Expedition Iulians ergiebt (vgl. besonders Zosim. III 26, 4), nur die beiden Tigrisnebenflüsse, Dijâlā (Zosim.: Δοῦρος) und Aḏaim, gemeint sein. Ammian hatte statt Dialas = Dijâlā Diabas verstanden und ist dann infolge dieses Missverständnisses auf seine Etymologisierung des Namens Adiabene verfallen. Adiabas ist gleichfalls corrumpiert aus Adialas und blosse Nebenform von Dialas. Wir können öfters, besonders auf iranischem Sprachgebiete, constatieren, dass von einem und demselben Eigennamen zwei Formen, eine mit und eine ohne prothetischem kurzen Vocal im Gebrauche parallel laufen; vgl. z. B. Τροπατηνή neben Ἀτροπατηνή (weitere Beispiele Streck Ztschr. f. Assyriol. XIV 139. XV 359). Den Namen des Aḏaim hat Ammian offenbar nicht erfahren können; er gebraucht dafür irrtümlich Adiabas bezw. Adialas. Vgl. noch den Art. Dialas.