RE:Diakrioi

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S VII (1940), Sp. [S_VII 126]–[S_VII 127]
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Diakrioi {Διάκριοι ἐχς Ῥόδο oder ἐγ Ῥόδου), nur aus den attischen Tributlisten von 429/28 —420/17 bekannt (Hondius SEG V 29), neben den Πεδῇς und Οἰσᾶται der Lindier. ,Hier liegt eine landschaftliche Einteilung der Insel Rhodos zu Grund, von der wir durchaus nichts Näheres wissen‘, urteilt v. Gelder Gesch. d. a. Rhodier 13. Aber der Zusatz ἐγ Ῥόδου beweist, daß die D. zu keiner der drei alten Städte, Lindos, Ialysos oder Kamiros gehörten. Nun ist von Iacopi in Kamiros eine Inschrift gefunden (1935 noch unediert), die ein gemeinsames Land, eine κοινὰ χώρα, nennt, um die sich Lindos und Kamiros [127] stritten. Das trifft auf das Heiligtum des Zeus Atabyrios auf der höchsten Bergspitze der Insel zu, wo zu den Festen offenbar offizielle Vertreter der drei Städte, mit Stadt und Demos genannt, erscheinen, Iacopi Clara Rhodos II 1932, nr. 186; v. Hiller GGA 1933, 17. Hier war der Insel- und Gesamtstaatsname am Platze, und so werden wir die Diakrier um das Atabyrion herum ansetzen. Zur Zeit der rhodischen Demenordnung, nach 408/07, wird der Name und seine Bedeutung abgekommen sein. Zur athenischen Verwaltung: H. van Gelder Gesch. der a. Rhodier 74.