RE:Amythaon 1

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 2013–2014
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Amythaon (Ἀμυθάων, dor. Ἀμυθάν, Pind. Pyth. IV 220; ion. Ἀμυθέων, Herod. II 49). 1) Sohn der Tyro, der Tochter des Salmoneus, und des Aioliden Kretheus, des Gründers von Iolkos; seine Brüder sind Aison und Pheres, seine Halbbrüder Pelias und Neleus; dem letzteren folgt er bei der Auswanderung nach Pylos, Od. XI 258f. Antim. frg. 29 = Schol. Eurip. Phoin. 150. Diod. IV 68, 3. Apollod. I 9, 11, 1. Schol. Od. XII 69. Schol. Apoll. Rh. I 121. 143. Er ist Gemahl der Eidomene, der Tochter des Pheres (Apollod. a. a. O.) oder der Aglaia (Diod. a. a. O.) und Vater des Melampus und Bias (Antim. Apollod. Diod. aa. OO. Paus. VI 17, 6. Schol. Od. XI 290. Eustath. Od. XI 257 p. 1681, 50), ferner der Aiolia, der Gemahlin des Kalydon (Apollod. I 7, 7, 1) und der Perimela, der Gemahlin des Lapithen Antion und Mutter des Ixion (Diod. IV 69, 3). Mit den übrigen Verwandten erscheint er in Iolkos, um von Pelias mit Iason dessen Erbe zu verlangen, Pind. Pyth. IV 220. Er erneuert die olympischen Spiele im Verein mit Pelias und Neleus, Paus. V 8, 2; ein Teil von [2014] Elis heisst nach ihm Ἀμυθαονία (s. d.), Rhianos bei Steph. Byz. s. Ἀμυθαονία (vgl. Hyg. Poet. Astr. II 16 und dazu A. Marx Griech. Märch. v. dankb. Tieren 46). Sein Geschlecht galt als besonders mit Verstand begabt, Hesiod. frg. 225 Rz. E. Maass (Gött. gel. Anz. 1890, 354) erklärt ihn für eine Hypostase des Hades.