RE:Anio novus

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 22122213
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Anio novus (auch (aqua) Anio nova), Wasserleitung in Rom, von Caligula im J. 38 begonnen, von Claudius im J. 52 vollendet. Die Quellen lagen am 42. Meilenstein der Via Sublacensis, wahrscheinlich unter Benützung des mittleren und unteren der drei neronischen lacus in [2213] dessen Villa Simbruina. Der Aquaeduct bleibt immer auf der linken Seite des Teverone, nimmt eine vom 38. Meilenstein her geführte Zweigleitung (rivus Herculaneus) auf, überschreitet die Valle degli Arci mit mächtigen Viaducten (109 pedes = 32,5 m. hoch), geht dann an der Westseite des Monte Ripoli entlang und vereinigt sich bei Ponte Lupo mit der Leitung der Aqua Claudia (s. d.). Die Wasser beider Leitungen wurden intra septimum milliarium (bei Tor di Mezza via di Frascati) in grossen Piscinae limariae gereinigt, erreichten die Stadt am Teilungspunkte der Via Labicana und Praenestina, welche sie mit einer grossartigen Bogenstellung, später als Porta Labicana in die aurelianische Mauer eingeschlossen, jetzt Porta maggiore (Inschrift CIL VI 1256: Ti. Claudius Drusi f. Caesar Augustus [Titel vom J. 52] aquas Claudiam … item Anienem novam a milliario LXII sua impensa in urbem perducendas curavit) überschritten, und wurden bald darauf durch Röhren in sämtliche 14 Regionen der Stadt verteilt. Die Gesamtleistung beider giebt Frontin de aqu. 86 auf 4911 quinariae an. Noch zu Anfang des 5. Jhdts. n. Chr. wurde der A. n. von Arcadius und Honorius unter Verwendung eines Teiles der confiscierten Güter des Gildo wiederhergestellt, Bruchstücke einer langen, darauf bezüglichen Inschrift sind in der Nähe von Arsoli gefunden (CIL IX 4051). Über den A. n. vgl. Jordan Topogr. I 1, 473. Lanciani Acque 138–152. Gilbert Topogr. 274f.

Nachträge und Berichtigungen

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Band S I (1903), Sp. 84
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S. 2212, 63 zum Art. Anio novus:

Die Terminationscippen für A. n. (Anien novus Plin. XXXVI 122) und Anio vetus (S. 2215, 10) jetzt besser CIL VI 31558.