RE:Aspendos

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 1725
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Aspendos (Ἄσπενδος), Stadt in Pamphylien, auf dem rechten Ufer des Eurymedon (Köprü-Su), der jetzt an seiner Mündung versandet ist, im Altertum aber wahrscheinlich bis zur Stadt auch für grössere Schiffe zugänglich war (Skyl. 101. Thukyd. VIII 81. 87. Arr. anab. I 26f. Liv. XXXVII 23. Strab. XIV 667. Ptol. V 5, 7. Dionys. per. 851f. Zos. V 16. Steph. Byz. Tab. Peut.). A. soll von Argivern gegründet sein, war aber bald von einheimischen Bewohnern besiedelt (Strab. a. a. O. Mela I 78. Eustath. zu Dionys. per. a. a. O. Xen. anab. I 2, 12). Die Münzen bis ca. 300 v. Chr. haben die Aufschriften Ε, ΕΣ, ΕΣΤ, ΕΣΤF, ΕΣΓ, ΕΣΤFΕΔΙΙΥΣ=Ἀσπένδιος, doch schon von 300 v. Chr. werden welche mit der Aufschrift ΑCΠΕΝΔΙΩΝ geprägt. Die Münzen aus der römischen Kaiserzeit reichen bis Saloninus (Head HN 581f.). Von Alexander wurde A. unterworfen (Arr. a. a. O.), nach der Schlacht von Magnesia kam es an Pergamon, blieb aber fast selbständig (Polyb. XXII 18); 133 fiel es an das römische Reich und gelangte unter römischer Herrschaft zu grosser Blüte. Seit dem 5. Jhdt kommt noch der Name Primopolis vor, auf dem conc. Ephes. 431 wird Tribonianus bald episc. Aspendi, bald Primopolis genannt(Hierocl. 682, 1, vgl. Wesseling ad Hierocl. a. O. Ramsay Asia minor 416). Es war eine bedeutende volkreiche (Polyb. V 73. Strab. a. O.) Handelsstadt, davon zeugen die vielen Silbermünzen, die uns erhalten sind. Handelsartikel waren wahrscheinlich das Salz des von Plin. n. h. XXXI 73 erwähnten Salzsees, Wolle, Öl, Korn.

Noch heute sind die Ruinen bei dem Dorfe Balkys bedeutend; auf der 60 m. hohen Akropolis, die sich ca. 30–40 m. über die Ebene erhebt, lag das Forum, westlich begrenzt von einer Markthalle, nördlich von einem Nympheion, östlich von einer Basilika; von Norden her führte eine Wasserleitung nach der Burg, südlich breitete sich die Unterstadt aus, deren Ruinen, wie die der Burg, aus der Kaiserzeit stammen. Das am Ostabhang liegende Theater hat unter allen antiken Theatern das besterhaltene Bühnengebäude. Es stammt aus der Zeit der Antonine. Lanckoroński Die Städte Pamphyliens u. Pisidiens I 85–124. 179–184, Taf. XVI–XXVIII; vgl. G. Hirschfeld Berl. philol. Wochenschr. 1890, 1583.

[Ruge.]

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
Band S XII (1970), Sp. [S_XII 99]–[S_XII 109]
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S. 1725 zum Art. Aspendos:

Asp., heute Belkis, Stadt in Pamphylien (Skyl. 101, der fälschlich Lykien bis Perge ausdehnt, läßt Pamphylien inmitten der Ebene beginnen mit den Städten Sillyon und Aspendos). etc. etc.