RE:Ateius 3a

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 157
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S. 1903, 10 zum Art. Ateius:

3a) Cn. Ateius, Vasenfabricant, wahrscheinlich aus Arezzo, Gamurrini Iscr. d. vasi fitt. Arr. 57. Dragendorff[WS 1] Bonn. Jahrb. XCVI 44. 51. Oxé ebd. CI 22. Ihm[WS 2] ebd. CII 125.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S III (1918), Sp. 174
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S. 1903 (und Suppl.-Heft I S. 157) zum Art. Ateius:

3a) Cn. Ateius. Bedeutende italische Sigillatatöpferei augusteischer und nachaugusteischer Zeit. Cn. Ateius ist mit seinen Sklaven Chrestus, Euhodus, Hilarus, Mahes, Narcissus, Salvius, Xanthus und Zoilus der Hauptlieferant arretinischer Sigillata für die in der zweiten Hälfte der Regierungszeit des Augustus und unter Tiberius in Germanien und Gallien stehenden Soldaten. Als er von dort durch die Konkurrenz der südgallischen Töpfereien verdrängt wurde, lieferte die Firma noch bis in die Flavierzeit mit den Sklaven Amandus, Eros und Germulus nach Italien, Afrika und Spanien. Es wurde nun von Oxé (Bonn. Jahrb. CI (1897) 22ff.: Arch. Anz. 1914, 62f.) die Ansicht vertreten, daß A. in Südgallien verschiedene Filialen besaß. Allein bisher ist dort nichts gefunden worden, was darauf deuten würde (Déchelette Vases céram. I 16). Freilich können wir auch in Arezzo den Ort seiner Töpferei nicht nachweisen, ja es wurden dort nur wenige Stempel gefunden. Allein der Boden Arezzos ist noch keineswegs planmäßig durchforscht, so daß die bisherigen geringen Funde auf Zufall beruhen [175] können, wie ich es bei anderen Töpfereien sicher feststellen konnte. Dazu sind die Gefäßformen und die Glasur der verzierten und der unverzierten Ware des A. von den übrigen arretinischen Fabriken nicht zu unterscheiden und die Darstellungen der Reliefgefäße, der in Italien sowie der in Gallien und Germanien gefundenen, zeigen die engste Verwandtschaft mit den Töpfereien des Bargathes-Perennius, des Cornelius und des Rasinius. Daß sich bestimmte Sklavennamen überwiegend im Norden, und nur vereinzelt im Mittelmeergebiet nachweisen lassen und umgekehrt, führt uns nicht auf den Betrieb von Filialen, sondern auf die oben erwähnte zeitliche Trennung von zwei Perioden der Töpferei. Diese Lösung erscheint mir nach den vorliegenden Funden die beste; doch können nur sichere Töpfereifunde die Entscheidung hierüber bringen. Das Verbreitungsgebiet der A.-Ware zeigt am besten folgende Liste: CIL II 4970, 51ff. 178. 568f. 4972, 7. 6349, 4. III 6010, 19. 12 014, 7. 135. V 8115, 10f. VII 1336, 96. VIII 10 479, 19. IX 6082, 98. X 8055, 4ff. 8056, 48ff. 139. 397f. 452f. XI 6700, 100ff. 282. 835f. XII 5686, 81ff. 339. 962. 967. XIII 10 009, 42ff. XV 5007ff. 5799f. Dragendorff Bonn. Jahrb. XCVI 44. 51. Oxé Bonn. Jahrb. CI 22ff. Ihm Bonn. Jahrb. CII 125. S. Loeschcke Westf. Mitt. V 129ff. 168ff. Hähnle Westf. Mitt. VI 42f. 69ff.; Arretinische Reliefkeramik, Diss. Tübingen (1915) 13. 19. 34. Knorr Jahrb. des hist. Vereins Dillingen XXV (1912) 50. Walters Catalogue of rom. pott. L 123f. Altertümer unsrer heidn. Vorzeit V 151ff. Taf. 28 nr. 502f.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Hans Dragendorff (1870-1941)
  2. Maximilian Ihm (1863–1909)