Aurelia via, wichtige Landstrasse von Rom nordwärts an der etrurischen Küste. Der Erbauer und die Erbauungszeit ist ungewiss, jedenfalls fällt sie ins 2. Jhdt. v. Chr., da ihre Fortsetzung, die Via Aemilia Scauri, im J. 109 angelegt ist (s. Bd. I S. 543). Die Strasse ging vom Marsfeld in Rom aus, überschritt den Tiber auf dem pons Aurelius und stieg das Ianiculum hinauf; in der Aureliansmauer wurde für sie die Porta Aurelia offen gelassen. Ziemlich genau in westlicher Richtung fortgehend, erreichte sie bei Alsium (Palo) die Küste, der sie weiterhin stets folgt; nur den schroff ins Meer vorspringenden Mons Argentarius schneidet sie durch die landeinwärts liegende Strecke Cosa-Telamon ab. Der ursprüngliche Endpunkt ist wahrscheinlich Vada Volaterrana, 189 mp. von Rom. Verzeichnis der Stationen auf der Tabula Peutingerana, im Itin. Ant. 290f., beim Geogr. Rav. IV 32 p. 267f. V 2 p. 335f. Von den Itinerarien und Schriftstellern wird aber der Name Aurelia auch in weiterem Sinne auf ihre Fortsetzungen nach Oberitalien (Richtung Mutina, Cic. Phil. XII 9; bis Arelate, Hist. Aug. Aurel. 47) ausgedehnt. Vgl. Desjardins Table de Peutinger 95–108. Mommsen CIL V p. 885.
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Aurelia via
Urspr. Straße an der tyrrh. Küste von Rom nach Sale-bro. (L) S I; vgl. S XI II 1614.