RE:Avidius 8

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,2 (1896), Sp. 2385–2386
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8) T. Avidius Quietus T. Avidius Quietus (der Vorname in dem Diplom vom J. 98 n. Chr. und auf den Wasserrohren, s. u.), Freund des (P. Clodius) Thrasea (Paetus, gest. 66 n. Chr.), Plin. ep. VI 29, 1, sowie anscheinend des Plutarch, der ihm und seinem Bruder Nigrinus (Nr. 5) die Schrift De fraterno amore widmete (mor. p. 478 B, wo statt Κύντε zu schreiben Κύητε) und dem Quietus allein die Schrift De sera numinis vindicta (mor. p. 548, wo statt Κύντε wieder Κύητε zu schreiben). Unter Domitian war er Proconsul einer unbestimmten Provinz (Plut. quaest. conv. II 1, 5 p. 682 A = Macrob. sat. VII 3, 15, wo er fälschlich L. Quintus genannt wird); vgl. hierüber H. Patzig Quaestiones Plutarcheae, Berl. Diss. 1876, 48—51. Mommsen CIL III Suppl. p. 1969 not. 4. Im J. 82 n. Chr. war er Legat von Thrakien, CIL VI 3828 (.. .dio Quieto), vgl. Kalopothakes De Thracia provincia Romana, Berl. Diss. 1893, 48f. Im Jahre 97 n. Chr. war er im Senate zu Rom anwesend (Plin. ep. IX 13, 15), im folgenden Jahre verwaltete er Britannien nach dem Diplom vom J. 98 n. Chr., CIL III Suppl. p. 1969 (T. Avidio [Quieto]). Er starb vor dem J. 107 n. Chr., da Plinius (ep. VI 29, 1) um diese Zeit seiner als eines verstorbenen Freundes gedenkt. Wahrscheinlich war er der Vater des Vorhergehenden {{Seite <2365}} (Nr. 7). Sein Name erscheint auf Ziegeln von Sardinien (CIL X 8046, 11) und Ostia (CIL XIV 4089, 8 = XV 2397), sowie auf Wasserröhren bei Lanciani Silloge aquaria nr. 64 a. b. 191 a. b. und Bull. com. V 73. Doch kann in beiden Fällen auch sein Sohn gemeint sein. Ob er auch in einer britannischen Inschrift (CIL VII 570) genannt wird, ist sehr zweifelhaft. Vgl. Mommsen CIL III Suppl. p. 1969 not. 4.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 228
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S. 2378ff. zum Art. Avidius:

8) T. Avidius Quietus. Die Provinz, deren Proconsulat er unter Domitian bekleidete, war Achaia (delphische Ehreninschrift Bull. hell. XXI 1897, 155). Die Ansicht, dass er der Freund Plutarchs, Quietus, gewesen sei, wird dadurch wesentlich gestützt (s. Aurelius Nr. 201 in diesem Suppl). Vgl. CIL VI Add. 31 692. XV 7400.