RE:Derkylos 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band V,1 (1903), Sp. 243
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2) Derkylos (FHG IV 386. 387) gehört zu den Schriftstellern, welche die Stadtchronik von Argos bearbeiteten; da er auffallend oft mit Hagias zusammen genannt wird (Athen. III 86f. Schol. Eur. Tro. 16. Clem. strom. I 104), scheint er es gewesen zu sein, der eine alte epische Stadtgeschichte, die er überarbeitete, dem Dichter Hagias zuschrieb. Der gelegentlich hervortretende Rationalismus (Schol. Eur. Phoen. 7) ist kein Beweis später Zeit, wohl aber die Schreibung der Namen und citierter Dialektformen mit der argivischen Interaspiration (so ist Et. m. 391, 12ff. zu verstehen); das setzt die Dialektforschung der hellenistischen Philologie voraus.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S VII (1940), Sp. [S_VII 123]–124
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S. 243 zum Art. Derkyllos Nr. 2:

Aus den διηγήσεις zu Kallimachos (Norsa-Vitelli Bull. Soc. Archéol. d’Alex. 1933, 123) Z. 35 erfahren wir, daß Kallimachos für ein parisches Aition (Fehlen von Flöte und Kränzen im Kult der Chariten) Hagias und D. als Quelle benutzt hatte; das zwingt, ihn vor Kallimachos zu setzen. Körte Aren. f. Pap. XI 230. D. erscheint auch sonst mehrfach mit Hagias zusammen; s. Bd. VII S. 2205. Rätselhaft ist das Auftreten des Namens bei Ps.-Plut. de fluv. und Lyd. de mens. III 11. Den Zitaten bei Ps.-Plut. ist natürlich nicht zu trauen; aber Lydos nennt den D. als Gewährsmann für etwas (Vorkommen des Lychnissteines im Hydaspes), das zwar bei Ps.-Plut. auch steht, aber ohne den Namen des D., der vielmehr erst weiter unten für das Elephasgebirge angeführt wird. Wie Bidez Mél. Navarre (Toulouse 1935) 27 ausführt, scheint Lydos von Ps.-Plutarch unabhängig [124] zu sein. Dann wäre mit der Möglichkeit zu rechnen, daß D., falls er mit Nr. 2 identisch ist, zu den Quellen des Xenokrates von Aphrodisias gehörte, der eine Hauptautorität für Steine war; bei Plin. n. h. XXXVII 103, der Xenokrates benutzt hat — was aber natürlich nicht heißt, daß dieser die Quelle für B. 37 war —, heißt es vom lychnis: nascitur ... probatissima in Indis. Atenstädt Herm. LVII 233. Vgl. Susemihl I 645. 865. Aber wir bewegen uns hier auf sehr unsicherem Boden.