RE:Diotima 1

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
fertig  
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Band V,1 (1903), Sp. 1147
Diotima in der Wikipedia
GND: 119302438
Diotima in Wikidata
Linkvorlage für WP   
* {{RE|V,1|1147||Diotima 1|[[REAutor]]|RE:Diotima 1}}        

Diotima. 1) Fabelhafte Priesterin aus Mantineia und Lehrerin des Sokrates, der Platon im Gastmahl (201 d) seine Metaphysik der Liebe in den Mund legt. Ob der offenbaren Fiction irgend etwas Thatsächliches zu Grunde liegt, lässt sich nicht entscheiden, da die Angaben Späterer (Aristid. or. 46, vol. II 127 Dind. mit Schol. III 468. Max. Tyr. 24, 4. 7. 38, 4. Luc. imag. 18. Clem. Alex. strom. VI p. 755 u. a.) durchweg nur aus Platon geschöpft sind (auch dass sie Priesterin des Zeus Lykaios gewesen, Schol. Arist. a. a. O., ist eine einfache Combination; zur Pythagoreerin macht sie Procl. in Plat. de rep. p. 420). K. F. Hermann De Socratis magistris, Marburg 1837. Ausgaben des Gastmahls von Stallbaum, Zeller, Jahn, Rettig, Hug.