RE:Homodoti
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |
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| skythischer Nomadenstamm | |
| Band VIII,2 (1913) Sp. 2252 | |
| Scan: 2252, OCR | |
| Register VIII,2 | Register hi |
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Zitierempfehlung
Max Kiessling: Homodoti. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band VIII,2 (1913), Sp. 2252, digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/RE:Homodoti | |
Homodoti, nach Plin. n. h. VI 50 skythischer Nomadenstamm angeblich im Norden des Iaxartes; iranischer Abkunft und Anhänger der mazdajasnischen Religion, wie der Name beweist. Er zeigt dieselbe Bildung wie Sakā Haumavargā der altpersischen Keilinschriften (bei Herodot Amyrgioi, s. d.). Beide Völker hießen jedenfalls von der Haumastaude, weil ihr Wohnraum in das Verbreitungsgebiet dieser kostbaren Bergpflanze fiel, die im Kultus die allerwichtigste Rolle spielte. Folglich weideten die H. ihre Herden im Norden des Hindukuš und der Indusbeuge, wohl auf dem Pamir. Auch die Pharmacotrophi gehören hierher, die Plin. VI 47 ausdrücklich unter dem Hindukuš (Kaukasus) ansetzt; sie mögen sogar mit den H. identisch sein, wenn ihr griechischer Name die Übersetzung des ostiranischen wäre.