RE:Homoloia 2
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |
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| Tochter des Enyeus | |
| Band VIII,2 (1913) Sp. 2262 | |
| Scan: 2262, OCR | |
| Register VIII,2 | Register hi |
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Zitierempfehlung
Otto Jessen: Homoloia 2. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band VIII,2 (1913), Sp. 2262, digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/RE:Homoloia_2 | |
2) Eine Tochter des Enyeus, die als Prophetin nach Delphi gesandt wurde und von welcher Zeus Homoloios seine Epiklesis erhalten hat, wie Phot. Apostol. XII 67. Suid. a. a. O. gleichlautend berichten, mit dem einzigen Unterschied, daß Phot. und Apostol. als Quelle Aristophanes Θηβαϊκά (s. o. Bd. II S. 994 Nr. 13), Suidas dagegen Aristodemos Θηβαϊκά (s. o. Bd. II S. 925 Nr. 28. Radtke Herm. XXXVI 44ff.) nennt. Man kann nach Analogie anderer Tempellegenden vermuten, daß die Erzählung etwa lautete: als Theben von einem Unglück heimgesucht wurde, schickte man die Seherin H., die Tochter des Enyeus, nach Delphi, und sie brachte die Antwort zurück, es sei ein bestimmter Zeuskult zu stiften, der dann nach ihrem Namen als Kult des Zeus H. bezeichnet wurde. Ob man aber des weiteren aus dem Namen des Vaters auf einen thebanischen Kult des Zeus Enyeus (s. o. Bd. V S. 2654), eines Ares Enyeus oder einer Enyo Homolōis (O. Müller Orchomenos 233. Tümpel o. Bd. II S. 644, 58; vgl. Waser o. Bd. V S. 2655, 60) schließen darf, ist äußerst zweifelhaft.