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2) Hypatodoros von Theben, Erzgießer. Die Schriftzüge einer delphischen Inschrift mit Signatur des H. und Aristogeiton (s. o. Bd. II S. 932) datieren ihn in die Mitte des 5. Jhdts. v. Chr. (Pomtow Klio VIII 188). Ebenfalls in Delphi aufgestellt und gemeinsam von H. und Aristogeiton gearbeitet war die Gruppe der Sieben gegen Theben (Paus. X 10, 3), errichtet von den Argivern für ihren mit athenischer Hilfe über die Spartaner bei Oinoe errungenen Sieg (456 v. Chr.?). Über Reste des Anathems usw. vgl. Blümner-Hitzig Paus. III 680ff. Karo Bull. hell. XXIV 196ff. Plinius XXXIV 50 setzt den H. in Ol. 102 (372 v. Chr.); wie Robert Herm. XXV 419; vgl. XXXV 193, erkannt hat, Terminus ante quem für die kolossale Athenastatue in dem 371 in Megalopolis aufgegangenen Aliphera: Paus. VIII 26, 4 und Polyb. IV 78 (wo der Name in Hekatodoros verschrieben und als Mitarbeiter Sostratos [s. d.] angegeben, dessen Name bei Pausanias vielleicht nur ausgefallen ist). Vgl. Reisch Österr. Jahresh. IX 222, 70. Der Anlaß der Weihung und die Zeit des Künstlers waren unbekannt. Die Inschrift IG VII 2430 kann für H. nicht herangezogen werden; vgl. zuletzt Pomtow Klio VIII 204.