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RE:Iotapianus

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
Gegenkaiser zu Ende der Regierung des Philippi (244–249 n. Chr.)
Band IX,2 (1916) S. 20042005
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Iotapianus [...] [2005] 6) lotape (Ἰωτάπη, Ptol V 7, 2. Hin. n. h. V 92, wo der Name in den Hss. verderbt ist. Hie-rokl. 709 Ἰοτάπη. Not. episc. I 338), eine kleine Stadt Kilikiens, benannt nach lotape, der Tochter des Königs Antiochos IV. von Kommagene, der Gemahlin Alexanders, des Tigranes Sohn, dem Vespasian eine Insel gab, Joseph. ant. XVIII 5,

4. Vielleicht ist damit die jetzige Halbinsel 201. gemeint, Ramsay Asia min. 373. Münzen aus der Kaiserzeit von Traian bis Valerian mit der Aufschrift IθΤΑΠζΓΤῖθΝ, Head HK³ 721. Invent. Waddingt, nr. 43241. Catal. Brit. Mus. Greek Coins, Cilicia XXXVI. LXX Anm. 2, 86. Imhoof-Blumer Kleinasiat. Münzen 449. Ramsay Rev. numism. 1894, 169. Die noch unbestimmte Vermutung von Beaufort Caramania 171, daß I. an der Westküste des rachen Kilikiens nördlich von Selinus gelegen 30hat, ist von Heberdey inschriftlich gesichert worden, Denkschr. Akad. ‘Wien, phil.-hist. CI. XLIV iv 1896, 147f. Ramsay Asia min. 373. Inschr.: CIG 4411f.

lotapianus, Gegenkaiser zu Ende der Regierung der Philippi (244–249 n. Chr.). Die Schriftsteller nennen ihn nur mit dem Namen L (Polem. Silv. latere., Mommsen Chron. min. I 521, 38 lotabianus), aus den Münzen erfahren wir, daß er den Vornamen Marcus, den Gentil-Onamen Ff,.. ,) und einen anderen Beinamen Ruf... .) hatte; sein Name und Titel lautet dort Impferator) Cfaesar) M. F. Ru, loiapianus A(u-gustziÿ. Nach Zosim. I 20, 2 verursachte die harte Steuerpraxis, die (C. Iulius) Priscus, der Bruder des Kaisers Philippus, im Orient (er war nach CIL III 14149⁵[1] praef. praet. rect[o]rq, Orientis) handhabte, eine Empörung, durch die I. zur Herrschaft erhoben wurde. In der genaueren Angabe des Ortes der Erhebung gehen OVict. Caes. 29, 2, der Syria (vgl. auch Zosim. I 19, 2), und Polem. Silv. a. a. O., der Cappadocia angibt, auseinander. Nur kurze Zeit erfreute sich der Usurpator seiner Erfolge; dann wurde er von den Truppen getötet. Sein Kopf wurde, da die Philippi mittlerweile gestürzt worden waren, ihrem Nachfolger Decius, der sich noch in Rom aufhielt, überbracht, Vict. a. a. O. Auch Zosim. 21, 2 erwähnt seine Tötung, aber ausdrücklich noch unter den Philippi. Immerhin sind einige Silbermünzen) mit dem Bild und Namen des I. erhalten. Sie geben durch die Reverslegende Victoria Aug. sogar Zeugnis von einem Sieg, den I. errungen hat (vielleicht sind damit die seine Erhebung begleitenden Ereignisse gemeint), Cohen V® 183t, 1–3. Das Porträt zeigt charakteristische, eckig und scharf gezeichnete Züge eines bärtigen, kraushaarigen Mannes mit gebogener spitzer Nase. I. rühmte sich der Abstammung von (Severus?) Ale- [2005] xander, Vict. a. a. O. Vgl. über ihn Mowat Bev numism* XVI (1912) 193–197.

[Stein. ]
  1. Corpus Inscriptionum Latinarum III, 14149.