RE:Karphyllides
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |
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| Epigrammatiker | |
| Band X,2 (1919) Sp. 2006 | |
| Scan: 2006, OCR | |
| Register X,2 | Register k |
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Zitierempfehlung Georg Thiele: Karphyllides. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band X,2 (1919), Sp. 2006, digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/RE:Karphyllides | |
Karphyllides Verfasser der Epigramme der Anth. Pal. VII 260 und IX 52 (im Lemma des zweiten erscheint die kaum berechtigte Namensform Καρπυλλίδης; man vergleiche auch den vielleicht mit dem Epigrammatiker zusammenhängenden Spruchdichter Carfilides im Corp. gloss. lat. III 384). Das Grabepigramm VII 260 erinnert im Ton an die besten römischen Grabgedichte, doch verdiente die Vermutung von Opsopoeus, daß der ungenannte vom Glück begnadete Grabinhaber identisch mit dem bei Valerius Maximus und Velleius in ähnlichen Phrasen gefeierten Metellus Macedonicus sei, nach der Abweisung durch Jacobs kaum die ausführliche Erwähnung bei Stadtmüller. Allerdings weisen Ausdrücke bei Valerius, die in unserem Epigramm wiederkehren, wohl auf Benützung eines Elogiums. Aber K. war schwerlich ein Klientenpoet des 2. Jhdts. v. Chr. — Schwächer als das Grabepigramm ist die Fabel IX 52 von den beiden Fischern, die einen gefischten Leichnam begraben und dabei einen Goldschatz finden. Auf den Zusammenhang mit ähnlichen Fischermotiven (wie Ps.-Theokr. XXI) weist hin Birt Elpides 51.