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RE:Komana 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Stadt in der kappadokischen Landschaft Kataonien
Band XI,1 (1921) Sp. 1127–1128
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Zitierempfehlung
Walther Ruge: Komana 2. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band XI,1 (1921), Sp. 1127–1128, digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/RE:Komana_2

2) Stadt in der kappadokischen Landschaft Kataonien, im Antitauros, ungefähr .1500 m hoch (Ptol. V 6, 22. Plin. VI 8. Strab. XI 521), später zum 2. Armenien, Hierokl. 703, 11. Not. episc. I 248. III 185. VIII 299. IX 208, dann zum 3. Armenien gerechnet, Iust. Nov. XXXI 2. Es hieß auch Χρυσῆ Procop. bell. Pers. I 17 S. 84. Eustath. Dion. perieg. 694 (Geogr. Gr. min. II 342). Iust. Nov. a. a. O. Die Gründung wurde ebenso wie die des pontischen K. (s. K. Nr. 1) mit der Orestessage in Verbindung gebracht, Procop. a. a. O. Strab. XII 535. Cass. Dio XXXVI 13. Etym. M. 526, 30. In Wirklichkeit geht sie wohl in sehr alte Zeit zurück. E. Meyer Gesch. d. Alt. I 2² nr. 473 A. 477. 487 bringt K. mit dem Volksstamm der Qumani zusammen, der nach assyrischen Nachrichten im 12. Jhdt. hier saß; vgl. Grothe Meine Vorderasienexpedition 1911 I, CCXXXIII. Garstang The land of the Hittites 1910, 376. K. war berühmt durch das Heiligtum der Enyo-Ma, der Oberpriester herrschte über ein großes Gebiet und kam an Rang gleich hinter dem König, Strab. XII 535. Bell. Alex. 66. Zu ergänzen ist der Name auf CIL III 14186.[1] Man sucht es in der alten Siedlung von Shahr am oberen Seihun (Saros), wo sich mannigfache Reste aus dem Altertum finden, Tempel, Theater, Bad, Gebäudemauern, Tor. Allerdings hat keine Inschrift den Namen K. gebracht, sondern es findet sich nur Hieropolis (Hierapolis). Ich habe deshalb früher an der Identifikation gezweifelt, Philol.-hist. Beitr. f. Wachsmuth 1897, 28, und geglaubt, daß man K. weiter nördlich am Ausgang des Jedi Oluk suchen müßte. Jetzt glaube ich aber doch, daß der andere Ansatz richtiger ist, weil nirgend anders am Saros im Gebiet des Antitauros eine bedeutendere Niederlassung gefunden worden ist. Aber auffällig bleibt es auf jeden Fall, daß die Stadt auf den Inschriften mit einem anderen Namen genannt wird, der sonst von ihr nicht überliefert ist, und andererseits die überlieferten Namen auf den Inschriften nicht vorkommen. In den Inschriften wird u. a. eine Νικηφόρος θεά erwähnt, sicher = Ma; aus dem städtischen Leben βουλὴ καὶ δῆμος, Prytanen, Archiereus, Gymnasiarch. Beschreibung der Ruinen und Inschriften Bull. hell. VII 126. Rev. archéol. 1883, 61. Sterret Papers Amer. School, Athens II 1888, 234. Chantre Mission en Cappadoce 1898, 133. Journ. hell. stud. XVIII 316. Mélanges de la Faculté Orientale, Beyrouth III 1, 1908, 459. V 1911, 285 (mit Plan). Grothe a. a. O. I, LXXII. Cagnat IGR III 120–126. Münzen der Stadt sind nicht bekannt, Head HN² 753. Cat. Greek Coins Brit. Mus. Galatia 1899, XLI. Bilder bei Strzygowski Kleinasien ein Neuland der Kunstgesch. Grothe Geogr. Charakterbilder a. d. asiat. Türkei 1909 nr. 40–44. [1128] Vgl. über K. auch Karolidis Τὰ Κόμανα καὶ τὰ ἐρείπια αὐτῶν, Athen. 1882.

[Ruge. ]

Anmerkungen (Wikisource)

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  1. ↑ Corpus Inscriptionum Latinarum III, 14186.