RE:Nikanor 25
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |
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| Grammatiker aus Kos | |
| Band XVII,1 (1936) Sp. 273 | |
| Scan: 273, OCR | |
| Register XVII,1 | Register n |
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Zitierempfehlung Carl Wendel: Nikanor 25. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band XVII,1 (1936), Sp. 273, digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/RE:Nikanor_25 | |
25) Grammatiker aus Kos, der nach Schol. Theokrit. VII 5–9 k Gedichte seines Landsmannes Philetas erklärt hat. Früher pflegte man ihn auf Grund der minderwertigen, aber vom ersten Herausgeber Kallierges bevorzugten laurentianischen Fassung des gleichen Scholions (5–9 o) als einen der Kommentatoren Theokrits anzusehen (so neuerdings wieder Kuchenmüller Philetae Coi rell., Berl. 1928, 29, 1); das Richtige sprach zuerst v. Wilamowitz Textg. d. griech. Bukoliker 1906 (Philol. Unters. H. 18), 152 aus. Man darf annehmen, daß auf N. nicht nur die Deutung des Namens der Quelle Βούρινα zurückgeht, zu der er zitiert wird, sondern daß auch andere Örtlichkeiten der Insel Kos vom Theokrit-Kommentator mit seiner Hilfe erkannt und erklärt worden sind; vgl. Paton The Inscriptions of Cos 1891, 213 und Schwartz GGN 1904, 209, 1. Wenn die Anführung N.s mit der Hauptmasse der in den Theokritscholien vorliegenden gelehrten Zitate der Belesenheit des in der augusteischen Zeit lebenden Grammatikers Theon verdankt wird (vgl. u. Bd. V A S. 2056), so gehört er mindestens in das 1. Jhdt. v. Chr., wenn nicht in eine noch wesentlich frühere Zeit (das Interesse an Philetas war nach Kuchenmüller 28 etwa 170–25 v. Chr. gänzlich erloschen). Wendel Überl. u. Entst. d. Theokr.-Schol. 1920 (GAbh. N. F. XVII 2), 74. 128.