RE:Nummius 10

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XVII,2 (1937), Sp. [1937 1409]–[1937 1411]
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10) N. Ceionius Albinus {Nummius Albinus Chronogr., Ceionius Albinus Hist. Aug. Aurelian. 9. 2), praefectus urbi im J. 256 und wieder in den J. 261–263 n. Chr. Chronogr. a. 354 Chron. [1411] min. I p. 65. Vita Aureliani a. O. (in einem gefälschten Brief des Kaisers Valerian an Albinus). Er ist zweifellos, identisch mit Albinus, Consul II im J. 263 mit Dexter oder Maximus (die Namen der Consuln lauten Albinus und Dexter im Chronographen vom J. 354 Chron. min. I p. 59. 65, in den fasti Hydat. und im Chron. Pasch, ebd. p. 228, in den fasti Vindobon. p. 289, in den fasti Theonis Alex. ebd. III p. 378 und in den fasti Heracl. III p. 394, dagegen Albinus und Maximus bei Prosper Tiro ebd. I p. 441, bei Cassiodor II p. 148 [irrtümliche Wiederholung des Consulnpaares von 227 nimmt Dessau PIR II D 53 an] und in den Inschriften CIL III 417 = Diehl II. Chr 2869, wo jedoch kaum an das J. 227 zu denken ist, sowie III 14549, falls sich die letztere nicht auf das J. 227 bezieht). Die Iterationsziffer findet sich nur in den eben erwähnten Inschriften sowie im Chronographen Chron. min. I p. 65 und in den fasti Heracliani ebd. III p. 394; die Verwaltung der Stadtpraefectur im J. 256 beweist, daß Albinus tatsächlich vorher bereits Consul (und zwar suffectus in unbekanntem Jahre) gewesen ist. Er hat sich offenbar bei Gallienus, der das Haus der Nummii überhaupt begünstigte (s. Nr. 3. 12. 17), höchsten Ansehens erfreut. Dieselbe Persönlichkeit ist zweifellos der greise Albinus, von dem Petrus Patricius berichtet, daß er, unheilbar erkrankt, zu sterben wünschte, um nicht den Untergang des Vaterlandes zu erleben (Exc. de sent. p. 268 nr. 174 Boissevain = Dio vol. III p. 746 Boiss.); anscheinend handelt es sich hierbei um den Einfall der Iuthungen und Alamannen in Italien unter Aurelian (s. o. Bd. V S. 1371). – Albinus wird der Sohn des M. Nummius Senecio Albinus Consuls 227 gewesen sein. Der Praetor urbanus M. Nummius Ceionius Annius Albinus (CIL VI 314) ist nicht unser Albinus, sondern sein Sohn (Nr. 11). Aus dem Namen des Sohnes darf geschlossen werden, daß der Name Ceionius vita Aurel. 9, 2 nicht, wie v. Domaszewski S.-Ber. Akad. Heidelb. 1918, 13, 125 annimmt, erfunden ist.