RE:Silis 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III A,1 (1927), Sp. 68
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2) S., ein Sondername des Tanais, wie Plin. VI 20 bemerkt: Tanaim ipsum Silim vocant (Scythae). Durch die Alexanderschriftsteller wurde der Irrtum verbreitet, daß der Iaxartes, bis wohin Alexander d. Gr. vorgedrungen, der Tanais wäre, d. h. der Grenzfluß von Asien und Europa. Plin. VI 49 erwähnt diese Tatsache: flumine Iaxarte, quod Scythae Silim vocant, Alexander militesque eius Tanain putavere esse; aber, wie ich die Stelle auffasse, in dem Sinne, daß er den Irrtum als solchen erkennt, da er ja den Tanais oft genug an anderen Orten richtig behandelt hat. Trotzdem waren auch neuere Forscher dazu verleitet worden, den Namen S. mit dem Iaxartes zu verbinden und in Syr-Darja eine Weiterbildung des Namens anzunehmen, was ganz verfehlt ist. Vgl. besonders Müllenhoff DA I 226f. 320f. und Herrmann o. Bd. IX S. 1184, wo die ganze Frage schon ausführlich behandelt ist.