RE:T. Tinca

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VI A,2 (1937), Sp. [VI_A,2 1372]
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T. Tinca aus Placentia war in Ciceros Jugend, um 664 = 90, ein bekannter Witzbold, der sowohl in einem Wortgefecht mit dem Praeco Q. Granius (o. Bd. VII S. 1818 Nr. 8) von dem Gegner wegen seiner oberitalienischen Mundart verspottet wurde (Cic. Brut. 172 vielleicht nach einer von Horat. sat. I 5, 511f. nachgeahmten Satire des Lucilius; vgl. Marx zu Lucil. 411), als auch von Q. Hortensius (Quintil. inst. or. I 5, 12), etwa in einem der frühesten von diesem geführten Prozesse. Der Beiname Tinca, bei Quintilian Tinga ist jedenfalls keltisch, wie der Name eines Fisches tinca bei Auson. Mosella 125 und Personennamen von demselben Stamme beweisen (Tincus, Tinco u. a. Holder Altcelt. Sprachsch. II 1851-1853; dazu Tincorix in der Narbonensis Dess. 9311). Der Gentilname ist vermutlich einer der durch Bürgerrechtsverleihungen weit verbreiteten und daher farblos gewordenen gewesen.