Reise-Institute

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Textdaten
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Autor: D.
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Titel: Reise-Institute
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 28, S. 458
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[458] Reise-Institute. Das Institut der „Gemeinschaftlichen Excursionsreisen“, wenn wir nicht irren, deutschen Ursprungs, ist in England in noch weit praktischerer Form in’s Leben getreten. Den Einrichtungen dieses neuen Instituts gemäß, kann der Reiselustige eine beliebige Tour wählen und kommt obendrein mit erheblich reducirten Kosten weg. Er erhält ein Certificat, welches von den bedeutenderen Verkehrsanstalten respectirt wird; er erhält eine Liste der Hôtels, in denen er wohnen und speisen kann, ja sogar für Trinkgelder, Gebühren für Lohnbedienten und Führer, für Lohnkutscher und alle anderen gewöhnlichen Ausgaben eines Touristen ist gesorgt. Er braucht sein Portemonnaie wenig oder gar nicht zu öffnen, und vermittelst des papierenen Talismans, den er sich für verhältnißmäßig billiges Geld von dem besagten Institute erworben hat, findet er überall sein „Tischlein deck’ dich“ und seine „dienstbaren Geister“. Der Preis eines solchen Talismans richtet sich natürlich nach der Route, nach der Zeit, welche auf die Reise verwendet werden soll, und nach anderen Umständen, und kommt auf zweihundertfünfunddreißig bis sechshundertfünfzig Dollars (in Gold) für eine Reise durch den europäischen Continent zu stehen. Für achthundertfünfzig bis tausend Dollars kann man sogar ein solches Certificat zu einer äußerst interessanten Reise um die Welt kaufen. Gegenwärtig durchziehen bereits mehrere Partien englischer Gentlemen und Ladies nach diesem Plane die Vereinigten Staaten von Nordamerika und besuchen die bedeutenderen und interessanten Plätze der „Neuen Welt“.

D.