Seite:Ältere Geschichte des Steinkohlen Bergbaues.pdf/9

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sollte ein Reserve-Kapital bilden, dessen Zinsen einst die Ermäßigung oder Erlassung der Abgaben erlaubten. Diese Erwartung ist theilweise in Erfüllung gegangen.

Das angesammelte Kapital beträgt weit über eine halbe Million Thaler und ist, gegen sehr billige Zinsen, zur Anlage des Duisburger Kanals, des Hafens in Ruhrort u. s. w. verwendet. Die Zinsen ertragen jährlich 24.000 Thlr. und die Schifffahrtsabgaben von 1852 84.600 Thlr., während die Unterhaltung nur 80.000 Thlr. in Anspruch nimmt.

Im Jahre 1832 belief sich der Verkehr auf 81/2 Million Scheffel, während 1852 fast 14 Millionen Centner verschifft wurden, außerdem beförderte die Prinz-Wilhelm-Eisenbahn über 2 Millionen Scheffel aus dem Stromrevier.

Vielleicht wären so günstige Resultate nie erreicht worden, wenn nicht der selige Oberpräsident von Vincke sich der Ruhrschifffahrt, während der langen Dauer seines amtlichen Wirkens, unermüdlich angenommen hätte!

Als ausgezeichneter Strombaumeister bewährte sich der Herr Baurath Nobiling[WS 1].

Der stets wachsende Absatz der Steinkohlen-Gruben ging, gleichzeitig mit den Verschiffungen auf der Ruhr, aus dem Verbrauch der mannigfaltigen Fabriken hervor.

     1787 waren 1023 Bergarbeiter in der Mark beschäftigt
     1852 waren8216 Bergrbeiter .. dr Mrk beschftigt

1787 betrug die jährliche Steinkohlengewinnung 1.769.000 Scheffel.

1821 förderte die Grafschaft Mark 04.500.000 Scheffel
181 förerte Essen und Werden 03.250.000 Schffel
07.750.000 Scheffel.
1830 förderte die Grafschaft Mark 06.000.000 Scheffel
181 förerte Essen und Werden 05.000.000 Schffel
11.000.000 Scheffel.
1836 förderte die Grafschaft Mark 08.000.000 Scheffel
181 förerte Essen und Werden 06.000.000 Schffel
14.000.000 Scheffel.
1852 förderte die Grafschaft Mark 19.500.000 Scheffel
181 förerte Essen und Werden 18.000.000 Schffel
37.500.000 Scheffel.
  1. Eduard Adolph Nobiling (1801–1882), siehe auch w:Wasser- und Schifffahrtsdirektion West