Seite:Abhandlung des Daseyns der Gespenster.djvu/077

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Liste.png Andreas Ulrich Mayer, Gerard van Swieten: Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus

gehenden den Kaiser Trajanus in die Hölle zurück gewiesen, so wollen wir anietzo einen König aus dieser befreien.

Karolus Martellus, der Erste, König in Frankreich ist von dem H. Eucherius Bischofe zu Orleans in der Hölle sitzend gesehen worden. Der Heilige fragte den ihn begleitenden Engel um die Ursache der Verdammniß, der Engel antwortet, daß die Ursache der Verdammniß die Beraubung der Kirchengüter seye. Eucherius hat diese Begebenheit dem H. Bonifacius und dem Abt des Klosters des H. Dionysius, wo der Leichnam des Königs begraben lag, erzählet, Fulradus der Abt und oberster Kaplan des Königs Pipinus hat das Grab eröffnet; man fand in dem inwendig ganz schwarz ausgebrannten Grabe statt des Leichnams einen abscheulichen Drachen.[1] Die historische Wahrheit ist von schwerer Geburt, und doch ist das Kind selten bei rechter Gesundheit: wie viele Gebrechen diese Geburt des Surius unterworfen seye, wird sich leicht offenbaren, 1) Giebt Surius für den Urheber der Geschichte den H. Eucherius an, welchen Karolus in das Elend verwiesen, weil er von ihm wegen des Mißbrauchs bestrafet worden, daß er die Kirchengüter den Soldaten in dem Kriege gegen die Saracener, so Aquitanien verhergten, beigeleget habe. Allein Eucherius ist weit eher als Karolus gestorben, nämlich im Jahre 731. da Karolus erst im Jahre 741. den allgemeinen Weg des Fleisches gegangen ist, wie Spondanus in Hist. Eccl. p. 738. Regino, Hermanus Contractus, Lambertus, und mehrere bezeugen. Man siehet also hier eine Lücke von zehen Jahren in der Geschichte, wel-

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Andreas Ulrich Mayer, Gerard van Swieten: Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus. , Augsburg 1768, Seite 77. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Abhandlung_des_Daseyns_der_Gespenster.djvu/077&oldid=- (Version vom 10.12.2018)
  1. p) Also erzählet diese Geschichte Surius in dem Leben des heiligen Eucherius den 20. Febr. wie auch in der Lebensbeschreibung des heiligen Rogobertus den 4. Febr. und sie ist mit mehrern Umständen zu lesen bei Gratian XVI. Q. I. c. 59.