Seite:Adolf von Stählin - Predigt über Evang. Lucä 21,33.pdf/17

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

unerschöpfliche Heilskraft wir kennen, um ihr zu vertrauen. Wir wandeln ja hier unten im Glauben und unsre ganze Arbeit ist und soll sein eine Arbeit im Glauben. Der nährende Quell für unsern Glauben ist aber selbst die heilige Schrift, denn die verkündet uns Gottes untrügliche Verheißung für allen Dienst an seinem Wort. Das Feuer des Glaubens und der Liebe, dessen Flamme aus Gottes Wort in unsre Herzen schlägt, zündet das Opfer an, das wir auch in unserm geringen Werke dem Herrn und der Gemeinde darbringen und macht es Gott gefällig und den Menschen werth. Ja Christi Wort wohne uns im Herzen, Christi Liebe schlage uns in der Brust, es trage und stütze uns der Glaube an seine verheißende und erfüllende Gnade, so oft unser Mund oder unsre Hand sein Wort dem andern mittheilt! Und wenn unser Mund verstummt und unsere Hand erlahmt, so sei das unser Trost, daß Gottes Wort bleibt und fort leuchtet in seiner Herrlichkeit bis auf den vollen Tag, den Tag auch unsres vollen Heiles. Wir armen Knechte lösen einander ab in der großen Arbeit für unsres Herrn und seines Wortes Ruhm und wissen, daß über unsern Gräbern Gottes Wort fort schreitet in Sieg und Segen. Wie mancher treue Knecht Christi, eifrig im Dienste an Gottes Wort, ist nicht gerade in diesen letzten Zeiten abgetreten vom Schauplatz der Wirksamkeit für dasselbe! O daß wir über dem Grabe unserer Väter und Brüder uns die Hände reichten zum starken Bunde, uns um so fester zusammenschlößen in einem Glauben und einer Liebe für den Reichsdienst unsres ewigen Königs! So lange es heute heißt, spreche ein jeder: ich will den heilsamen Kelch nehmen und den Namen des Herrn predigen, trotz aller eigenen Schwachheit und allen Widerspruchs dieser Welt den süßen seligmachenden Namen verkünden wie und wo ich kann, in dem ich selber Heil und Frieden, die Vergebung aller meiner Sünden, Hoffnung und Kraft ewigen Lebens gefunden!

.

 Und ihr Glieder der Gemeinde, denen unsere Arbeit gilt

und die ihr mitzuarbeiten berufen seid, ihr wisset und glaubet