Seite:Ahlqvist Forschungen auf dem Gebiete der ural-altaischen Sprachen I.pdf/123

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Durakś śavi̥zä ervants i yorsiś atat-ezda vorgidi̥ms, tuś ilä kigä. Ataś lisiś siń karši̥zi̥st i korhtai durakti: «er, tsorai, täni uleza marsa.» At́aś śavizä durakt ervants, fkä pilgi̥nts šätizä pilge ali̥nza, a omi̥tset kundazä kädi̥zi̥nza, i lazizä pat̮k. Durakś avaŕdi i korhtai at́ati: «mezendi, at́ai, lazi̥t?» At́aś korhtai durakti: «t́at avaŕda, mon ervätsen petsä,» i pi̥ti̥si̥n kaftskä pälksnen mars. Ervats durakt ärikläś. At́aś korhtai durakti: «er, art täni, eŕak marhti̥nza, mon soń śas lazinä: son kolma kizi̥da melä aral kuiks i toń sevilensä, a täni mon soń peti̥nä.» At́aś tuś sińezdi̥st virgä, a sin, mirṭ ervat, taga śaka kudnäzi̥st moĺst, i tosa kuli̥mi̥zi̥st eŕaśt marsa.

3.

Eŕaśt kolma braṭ; fkäś durak. Sin tuśt viri. Alašasna pegai. Karmaśt tumi̥n keri̥mā, tumi̥t preasta praś tserä alašat


Der Dummkopf nahm seine Frau und wollte dem Alten entfliehen, begab sich davon längs einem andern Wege. Der Alte kam ihnen entgegen und spricht zum Dummkopf: «nun, mein Sohn, jetzt mag sie (mit dir) zusammen sein.» Der Alte nahm die Frau des Dummkopfs, einen Fuss derselben legte er unter seinen Fuss, den andern aber nahm er in seine Hand und riss sie entzwei. Der Dummkopf weint und sagt dem Alten: «weshalb spaltest du sie, Alter?» Dir Alte sagt dem Dummkopf: «weine nicht, ich verbesserte deine Frau,» und fügte die beiden Hälften an einander. Die Frau des Dummkopfs wurde wieder lebendig. Der Alte sagt dem Dummkopf: «nun, geh jetzt, lebe mit ihr, ich habe sie deshalb gespalten: sie würde nach drei Jahren sich in eine Schlange verwandelt und dich aufgefressen haben, nun aber heilte ich sie.» Der Alte ging von ihnen durch den Wald, sie aber, Mann und Frau, gingen wieder in ihre Hütte und lebten dort bis zu ihrem Tode zusammen.

3.

Es lebten drei Brüder; der eine war dumm. Sie kamen in den Wald. Ihr Pferd war scheckig. Sie begannen eine Eiche zu hauen, von dem Gipfel der Eiche fiel eine Eichel auf das Pferd und durch das Pferd wuchs eine Eiche bis zum Himmel empor. Der Dummkopf

Empfohlene Zitierweise:
August Ahlqvist: Versuch einer mokscha-mordwinischen Grammatik. Eggers et Comp., St. Petersburg 1861, Seite 109. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Ahlqvist_Forschungen_auf_dem_Gebiete_der_ural-altaischen_Sprachen_I.pdf/123&oldid=- (Version vom 31.7.2018)