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einhundertachtundachtzig Arbeiter bei der Förderung;
siebenundfünfzig Arbeiter bei der Zimmerung und Mauerung;
neunundvierzig Arbeiter bei dem Maschinenwesen und der Zeugarbeit, incl. der Bergschmiede;
zehn Arbeiter bei der Aufbereitung;
achtundzwanzig Arbeiter bei der Koksfabrikation und
vierundfünfzig Arbeiter bei den Platzgeschäften.

Die Oberaufsicht über die Werke führt der durch seine vielseitige Bildung und genaue Fachkenntniß rühmlich bekannte und als bergmännische Autorität hochgeschätzte Bergverwalter Herr Modrach.

Der Verein besitzt in Leipzig eine Niederlage; seine Kohlen und Koks gehen nördlich bis Berlin, westlich bis Gotha und südlich bis München, Wasseralfingen und Regensburg.

Die Begründer dieses Vereins sind der verstorbene Bergrath Herr Kühn in Freiberg, der durch seine unermüdliche Thätigkeit bekannte Bergrath Herr Breithaupt in Freiberg und die Herren Karl und Gustav Harkort in Leipzig.




Die Baumwollenspinnerei u. Strumpfgarnfabrik von G. W. Schmidt in Chemnitz.
(Mit Abbildung.)


Dieses Etablissement liegt südöstlich von der Stadt Chemnitz an dem Chemnitzflusse und der Annaberger Straße und umfaßt

ein Hauptgebäude von vier Stock Höhe und sechszehn Fenster Fronte, in welchem Baumwollenspinnerei betrieben wird, und
ein Nebengebäude zum Lagern der Baumwolle.

Diese Gebäude sind von einem ansehnlichen Garten umgeben.

Die Branche des Etablissements ist die Baumwollenspinnerei und es liefert vorzüglich Strumpf- und Strickgarne, welche außer in Sachsen auch in ganz Deutschland ihren Absatz finden.

Die Spinnerei hat circa 9000 Spindeln im Gange, welche durch eine sechszig Pferdekraft ausübende Dampfmaschine in Bewegung gesetzt werden.

Beschäftigung finden hier fortwährend außer zwei Comptoiristen noch zweihundert Leute.

Die Procura führt Herr Theodor Fischer.

Besitzer des Etablissements ist Herr Gustav Wilhelm Schmidt.

Diese Spinnerei wurde im Jahre 1837 von den Herren Dietrich und Schmidt in Rochlitz gegründet und hatte in jener Zeit 6500 Spindeln im Gange. Nach zehnjährigem Bestehen verlegten die Herren Besitzer das Etablissement im Jahre 1847 nach Chemnitz, vorzüglich um es daselbst statt der mangelhaften Wasserkraft mit Dampfkraft zu betreiben. Es hat diese Verlegung in jeder Hinsicht nur vortheilhaft auf den Aufschwung des Geschäfts gewirkt.




Empfohlene Zitierweise:
Diverse: Album der Sächsischen Industrie Band 1. Louis Oeser, Neusalza 1856, Seite 212. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Album_der_S%C3%A4chsischen_Industrie_Band_1.pdf/220&oldid=- (Version vom 9.3.2019)