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von Zinn- und Holzsäure-Präparaten für Druckerei, und erhielt später für Einführung derselben, namentlich des holzsauren Bleies eine Prämie von dem hohen Königlichen Ministerium des Innern, durch welche Anerkennung Herr Peters in seinem Bestreben für Ausbreitung der chemischen Fabrikation noch mehr angespornt wurde.

In diese Periode fällt auch die Gründung der ersten und heute noch bestehenden Badeanstalt für Chemnitz und die Umgegend; ebenso die Trinkanstalt für alle natürliche Mineralbrunnen, Beide verdanken der Thätigkeit des Herrn Peters ihre Entstehung.

Später fabricirte Herr Peters sen. auch englische Schwefelsäure in Bleikammern und erzielte ohne Platinblase ein hinreichend verwendbares Produkt.

Bis zu dem Jahre 1851 wurde das chemische Geschäft von Herrn Peters sen. fortgesetzt, wenn auch – wegen vorgerückten Alters des Besitzers – theilweise in geringerem Umfange; dann aber übernahm dessen Sohn, Herr Theodor Peters, nach vollkommener Beendigung seiner pharmaceutischen Laufbahn, den Betrieb der Fabrik, beschäftigte sich mit der Herstellung chemisch-technischer Produkte, besonders aber mit der von Weinsteinpräparaten, Zinn- und Blaucompositionen.

Im Jahre 1852 faßte Herr Theodor Peters die Idee der Orseillefabrikation auf und verband sich zu deren Verwirklichung mit seinem Freunde und Collegen, Herrn Reinhard Flach. Die betreffende Fabrikation war für Sachsen ganz neu. Man bezog dieses Produkt bisher größtentheils aus Frankreich, welches dadurch bedeutende Summen gewann; aber auch die an verschiedenen Orten Deutschlands bestehenden wenigen Fabriken dieser Branche waren stets hinreichend beschäftigt.

Nach langen ausdauernden und oft sehr schwierigen Arbeiten erlangten die Herren Peters und Flach endlich verwendbare Produkte und sahen sich somit an dem lange ersehnten Ziele. Jetzt machte auch Herr Robert Ploß, als Vertreter der Firma veuve Duvernay u. Schön in Paris in deren Namen Propositionen zu einer Association, welche endlich auch zu Stande kam, worauf am 1. October 1854 die Gründung der jetzt bestehenden Firma erfolgte.

Die Fabrikation von Orseille, Orseilleextract, Indigocarmin und Persio, die mit dem Jahre 1855 erst in Gang kam, hatte noch manche Erfahrungen und Schwierigkeiten durchzumachen, bevor die Consumenten dieser Produkte zu denselben das Vertrauen faßten, welches heute, zur Ehre des Etablissements, im ausgezeichneten Maaße vorhanden ist. Dieses Vertrauen zu rechtfertigen ist das beständige Streben des Etablissements und es gehören seine Erzeugnisse zu den vollkommensten, welche überhaupt und mit Hilfe der Chemie herzustellen sind.



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Diverse: Album der Sächsischen Industrie Band 1. Louis Oeser, Neusalza 1856, Seite 334. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Album_der_S%C3%A4chsischen_Industrie_Band_1.pdf/342&oldid=- (Version vom 9.3.2019)