Seite:Album der Sächsischen Industrie Band 2.pdf/323

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Garten, Felder und ein mit Anlagen versehenes, eine freundliche Aussicht auf Döbeln und die Umgebung gewährendes, Berggrundstück. – An Gebäuden sind vorhanden:

ein Wohnhaus für den Herrn Besitzer, mit dem Comptoir und mit angebautem Stallgebäude für Pferde und Kühe;
ein Arbeitsgebäude von fünf und neunzig Ellen Länge;
ein zweites Arbeitsgebäude von sechs und dreißig Ellen Länge;
ein Niederlagsschuppen von fünf und achtzig Ellen Länge und
eine Scheune.

Außer dem besitzt die Fabrik auf dem Bahnhofe zu Bauchlitz:

einen Niederlagsschuppen von sechszig Ellen.

Gefertigt werden hier im Allgemeinen alle Böttcherwaaren, namentlich aber große Fässer, Kühlschiffe, Fässer für Photogenfabriken, Bassins für Gasbereitungsanstalten u.s.w.

Der Hauptabsatz der hier gefertigten Waaren ist, wie wir bereits gesehen, außer nach Deutschland, besonders nach Schweden, Norwegen und Rußland.

Von den hier befindlichen Maschinen wären anzuführen, fünf Nietmaschinen, sämmtlich durch Menschenkraft in Bewegung gesetzt.

Im Jahre 1861 waren hier außer einem Comptoiristen 80 Arbeiter beschäftigt, und zwar:

65 Böttcher und
15 Zimmerleute, Stellmacher und Handarbeiter.

Die Zahl dieser Arbeiter steigt zeitweise bis auf 150.

Als Anerkennung für das durch ihn bewirkte schnelle Emporblühen dieses Geschäftszweiges empfing Hr. Schauer im Jahre 1859 eine Medaille, deren Vorderseite, den Genius des Friedens darstellend, die Umschrift trägt:

Unter den Fittige des Friedens erblühen die Gewerbe.

Auf der Rückseite aber steht, von einem Eichenkranz umschlungen:

Für Verdienst um Gewerbe.




Die Maschinenfabrik und Eisengießerei von Schöne und Großer in Neuschönfeld bei Leipzig.


Dieses Etablissement befindet sich in Neuschönfeld bei Leipzig, Sophienstraße Nr. 128/130 und ist im Besitz des

Herrn Johann Gottfried Schöne in Großröhrsdorf bei Radeberg, Inhaber der rühmlichst bekannten Band- und Hosenträgerfabrik daselbst,

welcher aus Rücksicht auf die Anfertigung der eisernen Bandwebestühle für sein Etablissement in Großröhrsdorf im Jahre 1859 diese schon seit einiger Zeit bestehende Maschinenfabrik ankaufte, sie erweiterte und ihr im Jahre 1860 eine Eisengießerei hinzufügte.

Der Gebäudecomplex der Fabrik umfaßt:


Empfohlene Zitierweise:
Diverse: Album der Sächsischen Industrie Band 2. Louis Oeser, Neusalza 1856, Seite 317. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Album_der_S%C3%A4chsischen_Industrie_Band_2.pdf/323&oldid=- (Version vom 11.5.2019)