Seite:Anmerkungen übers Theater.pdf/146

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Prinzes. Laßt sie kommen, mein Prinz! der Scherz gefällt am sichersten, der nicht weiß, wie er dazu kommt. Wo der Witz kreißet, und doch unvermögend, jemals zu befriedigen, mitten in den Geburtsschmerzen stirbt, da macht die Beschämung ihres Selbstvertrauens eine unnachahmlich drollichte Figur.

Armado kommt.

Armado. Gesalbtes Haupt, ich bitte um eine kurze Pause deines königlichen Odems, für ein paar Worte die ich anzubringen habe. Es geht alles gut, mein honigsüßer Monarch –

(redt heimlich mit ihm.)

Prinzes. Dient der Mann Gott?

Biron. Warum fragt ihr?

Prinzes. Er sieht nicht aus wie einer den Gott erschaffen hat. (Armado geht.)

König. Das wird eine saubere Gruppe Helden geben, er macht Hektorn, der Bauer Pompejus den Großen, der Pfarr Alexandern, Armados Page Herkules, und der Pedant Judas Makkabäus. Gelingen ihnen die vier, so ziehen sie andere Kleider an, und machen die übrigen fünfe.

Biron. Wir wollen suchen sie irre zu machen.

Costard tritt auf als Pompejus.

Cost. Ich bin Pompius.

Boyet. Ihr lügt, das seyd ihr nicht.

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Jakob Michael Reinhold Lenz: Anmerkungen übers Theater. Weygandsche Buchhandlung, Leipzig 1774, Seite 146. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Anmerkungen_%C3%BCbers_Theater.pdf/146&oldid=- (Version vom 31.7.2018)