Seite:Anmerkungen übers Theater.pdf/148

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Mein Schildlein zeiget aus, daß ich bin Alexander.

Boyet. Eure Nase sagt nein dazu.

Biron. Eure Nase roch diesen scharfen Ritter nicht.

Prinzes. Der Held ist erschrocken. Fahrt fort, guter Alexander.

Nath. Als ich lebt in der Welt, beherrschte mit einander –

Boyet. Ihr Alexander?

Biron. Pompejus der große!

Cost. Euer Knecht und Costard, zu euren Dienst.

Biron. Husch ihn weg, den Alexander, schlepp ihn fort, den Eroberer.

Cost. Es ist ja aber unser Herr Pfarr.

Bir. Du hörst, er sagt, er sey Alexander.

Cost. So sollt ihr aus euren gemahlten Kleidern ausgekratzt werden. Ein Held und verschrocken zu sprechen? Pfuy schämt euch. Er ist ein gut ehrlicher Gevattersmann, mein Treu, ein recht braver Kegelschieber, aber zum Alisander da schickt er sich wie Pauken zum Eseltreiben. Seht, da kommen die andern Parten, macht euch nur an die Seit, Herr Pfarr, ich versichere euch.

Holofernes als Judas, Mot als Herkules.

Holof. Dies zarte Reiß, den Herkles stellet dar.

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Jakob Michael Reinhold Lenz: Anmerkungen übers Theater. Weygandsche Buchhandlung, Leipzig 1774, Seite 148. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Anmerkungen_%C3%BCbers_Theater.pdf/148&oldid=- (Version vom 31.7.2018)