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grünen Minerale gemengt, dessen Natur ich, weil es mir an Material fehlte, nicht ermitteln konnte. Auch bemerkt man in der Masse des Feldspaths einzelne sehr kleine Parthien eines braunen, durchsichtigen, stark glänzenden Minerals, welches Zirkon zu seyn scheint.

Das Löthrohrverhalten dieses Feldspaths ist das nämliche, wie das des beschriebenen Feldspaths, nur enthält er eine Spur Manganoxyd. Wie dieser wird er als geschlämmtes Pulver von concentrirter Chlorwasserstoffsäure, noch leichter durch Erhitzen mit Schwefelsäure zerlegt, wobei die Kieselerde als schleimige graue Masse zurückbleibt. In der Auflösung wurden keine anderen Basen, als Thonerde, Kalkerde, und Spuren von Eisenoxyd und Talkerde gefunden. Das abgeschiedene Eisenoxyd löste sich in Oxalsäure vollständig auf, enthielt daher kein Ceroxyd u. s. w. Die Versuche zur Auffindung anderer Basen, als der obengenannten, gaben negative Resultate.

Die Analyse des zuvor geglühten Minerals durch Aufschließen desselben mit kohlensaurem Natron lieferte folgende Ergebnisse:

Sauerstoff.
Kieselerde = 52,45 = 27,24
Thonerde = 29,85 = 13,93
Eisenoxyd = 01,00 = 00,30
Kalkerde = 11,70 = 03,27
Talkerde = 00,16 = 00,06
Manganoxyd Spur
Natron = 03,90 = 00,99
Kali = 00,60 = 00,10

wurden durch eine besondere Analyse mittelst Flußsäure auf die oben angegebene Weise bestimmt.

Die Sauerstoffmengen der stärksten Basen, der Thonerde und des Eisenoxyds, ferner der Kieselerde stehen in dem zerlegten Minerale in dem Verhältnisse wie:

4,42  :  14,23  :  27,24,

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Verschiedene: Annalen der Physik und Chemie, Band LXIII. Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1844, Seite 128. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Annalen_der_Physik_und_Chemie_Bd_63_1844.pdf/139&oldid=- (Version vom 31.7.2018)