Seite:Annalen der Physik und Chemie Bd 63 1844.pdf/170

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Beleuchtung hängt von der Empfindlichkeit des Auges und der Intensität des permanenten Lichts ab. In allen Fällen aber wird das Verhältniß, welches zwischen der Intensität beider Lichter bestehen muß, damit man die Sectoren verschwinden sehe, constant seyn für ein selbes Individuum und eine selbe Disposition des Auges. Allgemein wird angenommen, daß ein Schatten, den man auf weißes Papier fallen läßt, vor allem wenn man ihn bewegt, noch auf dem Grunde wahrgenommen werde, wenn er in der Beleuchtung einen Unterschied von etwa 1/60 hervorbringt. Diese Gränze kann bei unseren Versuchen nahezu als das Verhältniß der Intensitäten des permanenten und instantanen Lichts angenommen werden, bei welchem die Wahrnehmung der Sectoren aufhört; wohlverstanden variirt diese Gränze mit der Empfindlichkeit des Auges.

Um die Analogie begreiflich zu machen, die zwischen den Wirkungen des instantanen Lichts auf unsern Apparat und den beim Werfen eines schwachen Schattens auf einen weißen Grund stattfindet, müssen wir hier etwas in’s Einzelne gehen. Wenn die Scheibe sich rasch bewegt und durch ein stätes Licht beleuchtet ist, so erscheint sie weiß und macht einen bleibenden Eindruck. Im Augenblick, da das instantane Licht die Sectoren erleuchtet, wirken die den schwarzen Sectoren entsprechenden Theile der scheinbaren Scheibe so auf das Auge, wie wenn das instantane Licht nicht existirte, und die übrigen erhalten dagegen einen Zuwachs an Beleuchtung. Man befindet sich also unter folgenden Umständen. Das Auge erblickt Sectoren von gleichem Helligkeitsgrade als die Scheibe, wenn das instantane Licht nicht existirt, und die übrigen Sectoren ein wenig heller. Dieser, alleinig vom instantanen Licht herrührende Unterschied läßt die Eintheilung der Scheibe in Sectoren wahrnehmen, und, nach dem oben Gesagten, ist dieser Unterschied ein Bruchtheil des permanenten Lichts. Das Verhältniß beider

Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Annalen der Physik und Chemie, Band LXIII. Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1844, Seite 159. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Annalen_der_Physik_und_Chemie_Bd_63_1844.pdf/170&oldid=- (Version vom 31.7.2018)