Seite:Annalen der Physik und Chemie Bd 63 1844.pdf/384

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zu . Es hält nicht schwer sehr viel kleiner als zu machen, so daß die einzelnen Eindrücke durch verhältnißmäßig lange Ruhe getrennt sind. Führt man nämlich die enge Röhre, durch welche der Wind kommt, möglichst nahe an die Scheibe heran, so geht durch das Loch der Scheibe nicht merklich Wind, außer wenn dasselbe sehr in die Nähe der Röhre kommt; dieß ist noch mehr der Fall, wenn man den Löchern einen etwas erhöhten Rand[WS 1] giebt, oder in dieselben ganz kurze Röhrenstückchen einsetzt, welche der Windröhre zugekehrt sind, weil dann der Luftstrom, wenn er sich an dem nicht durchbrochenen Theile der Scheibe ausbreitet, nicht in die Oeffnung treten kann. Setzt man dann nur wenige Löcher (etwa sechs) auf eine Scheibe von 9 bis 12 Zoll Durchmesser, so kann man die Periode der Ruhe beträchtlich länger machen, als die der Bewegung. Ich hatte den Sireneton noch recht deutlich, da erstere mehr als 20 Mal länger war, als letztere, so daß weniger als betrug. Ich habe mich davon durch das von Ohm angewendete Verfahren mit der Lichtflamme überzeugt, indem ich ein Loch der Sirene, vor welches die Flamme gehalten wurde, langsam vor dem Windrohr vorüberführte; befand sich das Loch vor dem Rohre, so war der Wind so stark, daß er das Licht ausblies; wurde das Loch etwas weiter geführt, so verschwand sehr bald jede Spur von Bewegung an der Flamme; der Abstand, wo dieß Verschwinden eintrat, wurde zu beiden Seiten gemessen und mit dem Löcherabstande verglichen; der letztere Abstand ist , der erstere , sofern wenigstens angenommen werden darf, daß auch bei schneller Drehung der jedesmalige Luftstoß nur so lange dauert, als Wind durch die Oeffnung selbst strömen kann.

Ich habe ferner die Werthe der und dadurch abgeändert, daß ich den Löchern verschiedene Gestalt gab, länglich statt der runden, die ich gewöhnlich angewendet habe; oder nach einer Seite spitz zulaufend,

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Stand (korrigiert laut Berichtigungen)
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Verschiedene: Annalen der Physik und Chemie, Band LXIII. Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1844, Seite 373. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Annalen_der_Physik_und_Chemie_Bd_63_1844.pdf/384&oldid=- (Version vom 31.7.2018)