Seite:Annalen der Physik und Chemie Bd 63 1844.pdf/389

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

wachsendem wohl abnehmen können, wozu aber, wie man sich auf eine ähnliche Weise leicht überzeugt, das Zusammentreffen folgender Umstände erforderlich seyn würde: müßte zwar sehr klein, aber doch nicht zu klein seyn, müßte entgegengesetztes Zeichen als haben, und beträchtlich größer als seyn, wodurch sich auf einen höchst geringen Werth reduciren würde. Dagegen bleibt für die höheren Werthe von immer die Möglichkeit, und selbst die Wahrscheinlichkeit, daß jene Quadratsumme eine beträchtliche[WS 1] Größe erlangt[1].

Wäre nun die von Ohm vertheidigte engere Definition richtig, also das Maaß der Stärke des Tones , so würde der vorher erlangte Satz so lauten:

Bei hinreichend getrennten Eindrücken muß entweder 1) der erste, zweite, dritte … Ton von nahe gleicher Stärke seyn, oder 2) der erste schwächer seyn als der zweite, dieser schwächer als der dritte, oder 3) wenn keiner der beiden vorhergehenden Fälle stattfindet, können diese ersten Töne überhaupt nur äußerst schwach seyn. In den beiden ersten Fällen würde man den Hauptton auffallend von seinen Beitönen begleitet hören, im letzten aber würde er fast gar nicht zu hören seyn, und nur die sehr viel höheren Beitöne würden erkennbar bleiben.

  1. Denkt man sich z. B. die einzelnen Eindrücke aus symmetrischen Hälften bestehend, so werden alle ; nimmt man zugleich an, daß sey, so bleibt , welcher Werth äußerst klein ist, so lange klein ist; er wird z. B. , wenn und ist. Für größere Werthe von kann hingegen dieser Ausdruck beträchtlich werden. Dieß ist fast genau der Fall, von welchem ich in §. 26 meiner früheren Abhandlung (Bd. LX S. 473) gesprochen habe. Uebrigens würde gerade in diesem Falle jener Werth gleich anfangs mit sehr schnell wachsen.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: beträchliche
Empfohlene Zitierweise:
Verschiedene: Annalen der Physik und Chemie, Band LXIII. Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1844, Seite 378. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Annalen_der_Physik_und_Chemie_Bd_63_1844.pdf/389&oldid=- (Version vom 31.7.2018)