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XII. Ueber die Wirkung zwischen schwefliger Säure und Zink oder Eisen, und über die Zusammensetzung der daraus hervorgehenden Producte; vom Dr. Koene.
Professor an der Universität zu Brüssel.
(Schluß von S. 283.)

Untersuchungen über die Producte der Einwirkung des Eisens.

Wenn Eisen auf eine Lösung von schwefliger Säure einwirkt, so zeigen sich Erscheinungen ähnlich denen, die man bei Einwirkung des Zinks auf dieselbe Säure bemerkt. Die Flüssigkeit erwärmt sich, bräunt sich anfangs, nimmt darauf eine grüngelbe Farbe an, und wird zuletzt smaragdgrün. Ein großer Ueberschuß von schwefliger Säure bedingt darin nach einigen Wochen einen Niederschlag von Schwefel. Ein Ueberschuß von Metall veranlaßt einen Absatz von Sulfit. Beim Sieden in einer Retorte entwickelt die Lösung eine reichliche Menge schwefliger Säure unter gleichzeitiger Ablagerung von Sulfit im Zustande eines krystallinischen grauweißen Pulvers. Während des Erkaltens der Lösung absorbirt das weiße Pulver Sauerstoff, färbt sich mehr oder weniger dunkel, und verwandelt sich anfangs in schwefligsaures Eisenoxyd und zuletzt in basisch schwefelsaures Eisenoxyd (sulfate ocreux). Digerirt man sie zusammen mit einer Lösung von schwefliger Säure, so löst sich sowohl der ochrige Absatz als das unveränderte Sulfit‚ und die gelbe Farbe verschwindet.

Durch gegenseitige Einwirkung des Eisens und der Säure bildet sich stets auf der Oberfläche des ersteren ein Sulfur, welches vollständig verschwindet in dem Maaße als es sich bildet. Die beständige Bildung dieses

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Verschiedene: Annalen der Physik und Chemie, Band LXIII. Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1844, Seite 431. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Annalen_der_Physik_und_Chemie_Bd_63_1844.pdf/442&oldid=- (Version vom 31.7.2018)