Seite:Authentische Berechnung was eine Judengemeinde von 26 Haushaltungen jährlich zum Unterhalt ihrer bettelnden Glaubensgenossen beytragen muss.pdf/8

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

zu denken. Unwissenheit, Zerstreuung und Furcht bey einer Änderung irgend einem auf sie lauernden Finanz-Speculateur eine Veranlassung zu neuen Erpressungen zu geben, haben ihr Gefühl gegen dieses drückende Ungemach schon so abgestumpft, daß bey den wenigsten sein Daseyn bemerkbar ist. Schon sahen sie es zu ihrer Väter Zeiten; und so lassen sie sichs auch gefallen. Vesthaltung über ihre hergebrachte Sitten und Gewohnheiten ist ein anderer Grund, warum ich von den Juden selbst so bald keine Veränderung erwarte. Ihr Talmud sagt: Man sey den Armen Essen, Trinken und ein Pferd schuldig, um ihn weiter zu bringen. Nun glaubt der größere Theil, da er dieses nicht allzeit buchstäblich erfülle, so geschehe ja ohnedem nicht so viel, als geschehen sollte. Endlich ist die Ketzermacherey unter keiner Religionspartey so ausschweifend und zügellos. Die Inquisitoren unter Katholiken und Protestanten haben Begebenheiten veranlaßt, durch welche der Menschenfreund beschämt die Augen wegwendet; den jüdischen Zionswächtern fehlts nicht am guten Willen, sondern nur an Macht, die schrecklichsten und blutigsten Auto da fe zu veranstalten. Ihr großer und kleiner Bann, mit