Seite:Bartolomé de Las Casas-Die Verheerung Westindiens 1790.pdf/126

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damit fertig werde, will ich sie mit Stillschweigen übergehen, und dafür die Frevelthaten erzählen, welche noch bis auf den heutigen Tag in andern Provinzen begangen werden.


Die Perlenküsie, Paria und Trinitad.

Von der Küste Paria’s bis an den Golf von Venezuela sind, mit Ausschuß desselben, zweihundert Meilen. In diesem Strich Landes war es, wo die Spanier die größten Verwüstungen anrichteten. Sie suchten die Einwohner, soviel sie nur konnten, lebendig zu fangen, und verkauften sie nachher als Sklaven, Häufig nahmen sie dieselben mitten im Frieden und während der Amnestie, die sie ihnen zugestanden hatten, hinweg. Diese guten Leute nahmen sie in ihre Häuser und wie ihre leiblichen Kinder auf, gaben ihnen, was sie hatten, und bedienten sie so gut als sie nur immer konnten; dennoch hielten ihnen die Spanier weder Treue noch Glauben. Schwerlich würde man alle die zahlreichen und häufigen Ungerechtigkeiten, Beleidigungen und Mißhandlungen einzeln erzählen und beschreiben können, welche die Bewohner dieser Gegend

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Bartolomé de Las Casas: Die Verheerung Westindiens. Christian Friedrich Himburg, Berlin 1790, Seite 126. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Bartolom%C3%A9_de_Las_Casas-Die_Verheerung_Westindiens_1790.pdf/126&oldid=- (Version vom 31.7.2018)