Seite:Bartolomé de Las Casas-Die Verheerung Westindiens 1790.pdf/144

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nach ihm kamen aber andere Barbaren, die eben so tyrannisch und gewaltthätig verfuhren; und noch bis auf den heutigen Tag erwürgt man dort Seelen, die der Sohn Gottes mit seinem Blut erlösete, und schickt sie zur Hölle.


Venezuella.

Im Jahr eintausend fünfhundert sechs und zwanzig ward unser König und Herr, durch gewisse höchst schädliche und betrügliche Vorstellungen hintergangen; wie man denn immer daran arbeitete, ihm die Wahrheit zu verheelen, daß sich die Spanier in Indien an Gott und Menschen und seiner Königlichen Würde auf die schrecklichste Art versündigten. Dem zufolge schloß er mit gewissen deutschen[1] Kaufleuten eine Kapitulation, oder einen Vertrag, vermöge dessen er ihnen ein ganzes großes Reich, größer als das Königreich Spanien, Venezuela nemlich, nebst der Verwaltung desselben, und allen dazu gehörigen Gerechtsamen überließ. Sie kamen

Empfohlene Zitierweise:
Bartolomé de Las Casas: Die Verheerung Westindiens. Christian Friedrich Himburg, Berlin 1790, Seite 144. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Bartolom%C3%A9_de_Las_Casas-Die_Verheerung_Westindiens_1790.pdf/144&oldid=- (Version vom 31.7.2018)
  1. Es waren bekanntlich die Welser in Augsburg. Sie hatten Karln dem Fünften große Summen vorgeschossen; deswegen verpfändete er ihnen diese Provinz.