Seite:Bartolomé de Las Casas-Die Verheerung Westindiens 1790.pdf/68

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Vom Fels Tarpejens sah in Ruh
Dem Brande Roms ein Nero zu.
Zwar hört er Greis’ und Kinder schrein;
Hart aber blieb sein Herz wie Stein[1].

Ein nicht geringes Blutbad richteten sie in der Stadt Tepecca an, die noch viel größer als jene war, und noch weit mehr Bewohner enthielt. Hier ließen sie eine unsägliche Menge Menschen über die Klinge springen, und verübten bei dieser Gelegenheit die unerhörtesten Grausamkeiten.

Von Cholula zogen sie nach Mexico. Da sandte ihnen der große König Motencuma tausenderlei Geschenke, nebst einer Menge vornehmer Herren und anderer Leute entgegen, und ließ ihnen unterweges allerlei Feten geben. Als sie an den großen Damm vor Mexico kamen, der zwei Meilen lang ist, ließ er sie durch seinen leiblichen Bruder empfangen, der von einer Menge großer Herren begleitet ward, und ihnen Gold, Silberplatten und Kleidungsstücke

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Bartolomé de Las Casas: Die Verheerung Westindiens. Christian Friedrich Himburg, Berlin 1790, Seite 68. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Bartolom%C3%A9_de_Las_Casas-Die_Verheerung_Westindiens_1790.pdf/68&oldid=- (Version vom 31.7.2018)
  1. Mira Nero de Tarpeya
    A Roma como se ardia;
    Gritos dan ninnoz y viejoz,
    Y el de nada se dolia.