Seite:Bartolomé de Las Casas-Die Verheerung Westindiens 1790.pdf/8

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Inseln; beide liegen jetzt öde und verheert. Auf der Nordseite von Cuba und Hispaniola liegen die benachbarten Lucayischen Eilande, sechzig an der Zahl[1], im gleichen die sogenannten Rieseninseln[2], nebst einer Menge anderer, theils großer theils kleiner Eilande. Das geringste derselben giebt dem Königlichen Garten zu Sevilla sowohl an Fruchtbarkeit als Anmuth nichts nach. Es ist der gesündeste Erdstrich unter der Sonne. Ehedem lebten über fünfmalhunderttausend Seelen daselbst; gegenwärtig ist dort kein menschliches Geschöpf mehr vorhanden. Man ermordete sie entweder verrätherischer Weise, oder schleppte sie nach der Insel Hispaniola, als man wahrnahm, daß sie fast ganz von Einwohnern entblößt war. Drei Jahre nach dieser großen

Empfohlene Zitierweise:
Bartolomé de Las Casas: Die Verheerung Westindiens. Christian Friedrich Himburg, Berlin 1790, Seite 8. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Bartolom%C3%A9_de_Las_Casas-Die_Verheerung_Westindiens_1790.pdf/8&oldid=- (Version vom 31.7.2018)
  1. Die Bahamainseln. Sie wurden ebenfalls von Columb entdeckt. Sanct Salvador, oder Guanahani, ist die vorzüglichste darunter.
  2. Patagonien. Es gränzt gegen Norden an Chili und Buenos-Ayres, gegen Osten und Westen an den Atlantischen Ozean, und gegen Süden an die Magellanische Meerenge.