Seite:Bartolomé de Las Casas-Die Verheerung Westindiens 1790.pdf/9

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Menschenärndte segelte ein Schiff in der Absicht aus, die übriggebliebenen Stoppeln zu sammeln; denn ein guter Christ [1] faßte den frommen Entschluß, diejenigen Einwohner, die etwa noch vorhanden seyn möchten, zum christlichen Glauben zu bekehren. Da fanden sich denn nicht mehr als nur noch eilf Personen, die ich mit eigenen Augen sah. Aus gleichem Grunde sind mehr als dreißig Inseln, die in der Nachbarschaft von Sanct Juan liegen, entvölkert und öde. Zusammen betragen sie mehr als zweitausend Meilen Landes, worin man keine Spur mehr von Menschen erblickt.

Was das große feste Land anbetrift, so kann man als ausgemacht annehmen, daß unsere lieben Spanier durch ihre Grausamkeit und Schandthaten daselbst mehr als zehn Königreiche,

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Bartolomé de Las Casas: Die Verheerung Westindiens. Christian Friedrich Himburg, Berlin 1790, Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Bartolom%C3%A9_de_Las_Casas-Die_Verheerung_Westindiens_1790.pdf/9&oldid=- (Version vom 31.7.2018)
  1. Er nannte sich Pedro de Ysla, und trat nachher in den Franziskanerorden. Der gute Mann rüstete auf seine eigenen Kosten eine Bringantine in der Absicht aus, die noch übrigen Indianer aufzusuchen. Sie kreuzte länger als zwei Jahre; man durchsuchte alle dortigen Inseln, und fand, wie gesagt, nur noch eilf Person. S. Entre los remedios etc. Razon 6.