Seite:Bemerkungen über einige kirchliche Einrichtungen im Wirzburgischen.pdf/16

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Morgens von halb 6 Uhr bis 7, dann wieder von 8 bis dreyviertel auf 10 Uhr, Nachmittags aber von 3 bis gegen 4 Uhr, und wenn die Metten anticipirt wird, an eben diesem Tag von 5 Uhr bis gegen 7 Uhr im Chor sitzen, und beständig aus vollem Halse singen muß, und ich möchte wohl noch manchen derselben aus dem Sprichworte, Cantores amant humores, entschuldigen, wenn sie bisweilen über die Schranken gleiten, die den Menschen von der Natur gegeben worden sind. Vielleicht dachten die weisen Vorsteher schon lange hieran und ändern durch ihr Machtwort noch manches hierin ab. Selbst die Herren Vicarier werden wohl damit zufrieden seyn, und gute Köpfe, deren, es so viele unter ihnen gibt, (mögen auch Leute aus andern Ständen dagegen sagen, was sie wollen,) würden die Zeit gerne zu gemeinnützigen Arbeiten verwenden, wenn man sie nur dazu gebrauchen wollte. Ich schließe hier mit der Versicherung, daß ich noch manches von den guten


    Die Musik und das jetzige Geigen und Singen, das zur Ehre Gottes und Erbauung gar nichts beyträgt, müßte ausser den höchsten Festen unterbleiben. Leiden müßte zwar mancher gute und arme Stümper und Fiedler darunter, wenn man aber allezeit darauf Bedacht nehmen wollte, so hätte deßwegen noch gar nichts vorgenommen werden dürfen.