Seite:Bemerkungen zu Gregor von Tours kleineren Schriften.pdf/27

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Stätten der Umgegend besuchte, erschien ihm ein globus magnus luminis quasi de caelo descendens. Cognita autem vir Dei re, ait comiti: Ne sequaris penitus, donec ego te vocem… Adpropinquante vero lumine, cucurrit sacerdos ad occursum ejus, et usque ad terram se humilians, ait: Benedic, quaeso, mihi beate pontifex. Cui ille qui advenerat ait: Tu mihi benedic, sacerdos Dei Trojane. Et dato sibi osculo, facta oratione, locuti sunt diutissime simul. Subdiaconus vero attonitus spectans vidit, lumen qui apparuerat eadem qua venerat via reverti. Dem Subdiacon sagt Trojanus auf seine Frage: Dico tibi, sed tu nemini dixeris. Nam scito, ut, in quacumque die haec publicaveris, ab hoc mundo migrabis. Sanctum, inquid, Martinum Turonicum vidi, et ipse locutus est mihi. Cave ergo, ne cui vulgare audeas arcana Dei. An seinem Todestage erst erzählt der Subdiacon zu Ehren des h. Trojanus das Erlebte (Conf. 58). Pelagia, die Mutter des Abtes Aridius, starb am 26. August 586. Vier Tage später wurde sie beigesetzt. In der folgenden Nacht (30. August) erschien in der Luft eine solche Feuerkugel, welche durch den ganzen Himmel ziehend über der Kirche stehen blieb (Conf. 102). Vgl. Geschichte der Franken VIII 42, Fredegar IV 6.

In der Kirche zu Marsat (Puy-de-Dôme) glaubte Gregor selbst eine nächtliche Schar zu überraschen, aber bei seinem Eintritt zeigte sich nichts ungewöhnliches (Martyr. 8). Die Bildung der Sage von dem ohne Öl und Docht brennenden Lichte in der indischen Klosterkirche, wo der Apostel Thomas zuerst begraben war, scheint sich auf gleicher Grundlage vollzogen zu haben (ib. 31), ebenso die Legende von der leuchtenden Krypta in Lyon mit den Gräbern dreier Märtyrer (49). Biblischen Ursprungs sind wohl die Legenden von den wunderbaren Ölvermehrungen in den Lampen vor den Gräbern der Heiligen, von dem Glanze, der die nächtlichen Erscheinungen derselben begleitet, von dem himmlischen Feuer, welches eine Kerze entzündet, von dem Gebete, das als Flamme emporsteigt. Hieran schließe ich noch einige wunderbare Lichterscheinungen etwas anderer Art.

Als Nantes von den Barbaren belagert wurde (vor 511), erschienen Nachts die hh. Rogatianus und Donatius an der Spitze eines Zuges weißgekleideter Männer mit Kerzen und zogen aus ihrer Basilika einem anderen Zuge gleicher Art entgegen, der aus der Basilika des h. Similinus auszog. Sie begrüßten sich und gingen wieder nach der bezüglichen Kirche zurück. Als der Führer der Feinde, Chillo, das beobachtet hatte, wurde er sofort Christ (Martyrum 59). Eine ähnliche Sache wird Martyrum 12 erzählt, nur daß es da einigermaßen unklar bleibt, ob der Zug, der auf der Mauer einherzieht, überirdischer Natur ist. Die belagerte Stadt ist Bazas, der Belagerer König Geiserich. Es fanden auch wirkliche Züge auf der Stadtmauer unter Anführung des Bischofs statt, der letzte scheint aber übernatürlicher Art zu sein. Daß die Schutzgötter, Schutzengel und Heiligen der Stadt an der Verteidigung teilnehmen, ist eine Anschauung die sich im Altertum wie in christlicher Zeit findet. Monnier widmet dieser Auseinandersetzung ein längeres Kapitel (S. 15 ff.), die angeführten Beispiele beziehen sich aber zum großen Teil auf die Schutzpatrone einzelner. Am zutreffendsten ist das, was er nach Grimm über die Belagerung von Salzwedel mitteilt: On avait vu de ces créatures célestes allant et venant sur les remparts, interceptant les coups du catapulte, détournant les projectiles, et dirigeant eux-mêmes la défense.

Vom h. Partianus in der Auvergne[WS 1] sagt Gregor: Nec hoc praeterire volui, quod

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Anvergne