Seite:Berichtigung der Füsselischen Reisebeschreibung durch die 6 Ämter, oder die Amtshauptmannschaft Wunsidel im Baireutischen Fürstenthum.pdf/2

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In der Vorrede erzählt der Herr V. Johann Michael Füssel von Thiersheim, jetzt Pfarrer zu Gefrees, die Veranlassung so wohl zu dieser Reise, die er mit seinen Eleven, den beyden Söhnen des Herrn Oberhofmarschalls von Eichler, Friedrich und Ernst, und einem Herrn von Crousaz aus Lausanne machte, als auch des Drucks dieses Tagbuchs, dazu ihn besonders Herr M. Degen in Anspach aufforderte, weil es ein nicht unbeträchtlicher Beytrag zur bessern Kenntniß unsers Vaterlandes wäre. Dieses Verdienst kann man ihm nicht absprechen, man muß aber zugleich bekennen, daß das Buch manche Unrichtigkeit enthält. Bisweilen wird man gar auf die Gedanken gebracht, daß der V. eine Zauberlaterne mit sich auf der Reise gehabt habe, durch welche er seine Eleven das sehen ließ, was er wollte, daß sie sehen sollten, oder glaubte, daß es zu sehen sey. Ein neuer trauriger Beweis wird dieses Tagebuch zugleich, wie wenig zuverlässiges man von Reisebeschreibungen zu erwarten habe, davon in unsern Tagen der reisende Franzose, Nicolai, Sander, der Verfasser der Reisen durchs südliche Teutschland und andere, Beweise genug gegeben haben. Es sey mir daher erlaubt,