Seite:Berichtigung der Füsselischen Reisebeschreibung durch die 6 Ämter, oder die Amtshauptmannschaft Wunsidel im Baireutischen Fürstenthum.pdf/6

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

überlassen, die sich mit diesen Beckereyen mehr zu unterhalten pflegen. Mir fiel nur dabey der Schild des Niederländischen Seifensieders ein, mit der Aufschrift:

Helv Got in Gnaden,
Hie wird ok Seepe gesaden.

Zum wenigsten will man in den umliegenden Gegenden behaupten, daß die Lebkuchen des Gefreeser Lebküchners Schwab jene Bernecker und Arzberger an Schmackhaftigkeit und Güte übertreffen.

S. 128. „Rechts sahen wir auf der äussersten Höhe des Berges ein Raubschloß.“ Dabey bemerke ich, daß nicht alle jetzt in Ruinen zu erkennende Bergschlösser unserer Alten von Adel schlechthin Raubschlösser genennet werden können, ob wohl nicht zu läugnen ist, daß vielmahls einige Bewohner derselben sich aus dem Stegreif genähret und Rauberey getrieben haben. Dieses Berneck gehörte ehehin zur Herrschaft Plassenberg, und besaßen es die von Wallenrod, welche bey den Herzogen von Meran das Hofmarschallamt bekleideten, vermöge ihres Amts, sammt andern in der Nähe befindlichen Gütern. Soll auch nach einer alten Tradition einmahl einer von Wallenrod daraus Raubereyen getrieben haben, daher er das