Seite:Berichtigung und Ergänzung des Füsselischen Tagbuchs, im 2ten Theil S. 321-332, Ermreut betreffend.pdf/4

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lutherischer Religion als von Hain und Tandorf mit belehnet worden sind.

Wenn Herr Füssel S. 327 von dem Ort Ermreut selbst schreibt: daß man solchen mehr für einen Marktflecken, als für ein Dorf halte; so hat er nicht Unrecht. Es sind in der Mitte desselben zwey geräumige Straßen, die gepflastert sind, und auf jeder Seite Reihen von Häusern. Ausser diesen ist noch eine Straße gegen Erlangen und den Hochweg, wie ihn Herr Füssel nennt, oder der Chaussee, und dann über dem Schloß bey dem Amthause hinaus wieder eine Straße, welche alle mit Häusern angebaut sind. Zu Ermreut gehören auch noch verschiedene Wohnungen, die eine kleine Viertelstunde von dem Orte selbst oben an dem Hochwege liegen, nicht weit von dem errichteten antiken Altar, der Freundschaft und Liebe gewidmet, welchen Herr Füssel S. 326 beschreibet: diese heissen zusammengenommen der Gleißenhof. Herr Füssel erwähnet seiner nicht, obschon daselbst die herrschaftliche Ökonomie und Meyerey ist, nebst einigen Häusern Künsbergischer Unterthanen, die sich daselbst angebaut haben.