Seite:Beschreibung der Gegend, in welcher die gräfliche Residenz Castell liegt, der darin befindlichen Erd- und Steinarten, und anderer Producte.pdf/29

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vertragen es ganz gut, ohne daß man eine besondere Wirkung davon bey ihnen spürt. Aber mit den Fischen ist es nicht so, im Bitterwasser kann man nur Karpfen ziehen, Hechte zur Noth; Aalruppen, Persing etc. und Krebse aber vertragen es nicht. Fisch, welche im süßen Wasser erzogen worden, stehen gewöhnlich im Bitterwasser ab, doch halten sich auch die Karpfen noch am besten.

Man muß dem Bitterwasser schon in ganz alten Zeiten Heilkräfte zugeschrieben und vielleicht schon im 15ten Jahrhundert, gewiß aber im 16ten, es zum Baden gebraucht haben. Im J. 1601 hat der Herr Graf Wolfgang ein großes Haus dazu mit vielen Kosten erbauen lassen, welches das Wildbad genannt wurde, weil für die vielen Fremden, die es besuchten, nicht die erforderliche Bequemlichkeit zum Baden, und auch nicht Logis genug vorhanden waren. Es ist davon eine Beschreibung in den Druck gegeben worden, welche den Titel führt:

Castellische Wild-Bads Beschreibung, wie solches nüzlichen zu gebrauchen, auch was es für Mineralia in sich habe und führe durch Melchior Meißnern anjetzo zu Castell, Anno