Seite:Beschreibung der Gegend, in welcher die gräfliche Residenz Castell liegt, der darin befindlichen Erd- und Steinarten, und anderer Producte.pdf/38

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

nennt man diese Erdart Kipper und hält sie für ganz unfruchtbar und das mit Recht: denn wenn sie nicht mit Damm-Erde bedeckt ist, so wächst nicht ein Gräschen darauf, kaum wurzelt hin und wieder ein Ständchen darin, dem man aber Hunger und Kränklichkeit gleich ansieht. Man trifft diese Erdart oft in Lagen, von mehreren Klaftern tief an, und sie ist allemahl die nächste unter der Damm-Erde. Ausser dieser Art findet man noch in den Gypsgebirgen Mergel, Marga. Bekanntlich ist dieß ein unreiner und mit andern Erdarten vermischter Thon. Von diesem Mergel gibt es zweyerley Arten, nämlich Kalch- und Gypsmergel. Ersterer sieht bläulicht aus, und der 2te gelblicht oder weißlicht-grau. Da der Casteller Boden sehr gut ist, so braucht man nicht an Verbesserung desselben zu denken, daher wird von dem Mergel gar kein Gebrauch gemacht. Es könnte aber wohl seyn, daß er in gehörigem Verhältniß dem schweren Boden beygemischt, ihn lockerer, mürber und leichter machen würde.

.

Nahe bey Castell ist eine einzige Leimengrube, welche einen rothen Thon liefert, der eben nicht von der allerbesten Gattung ist, zu